Verbrauchertipp | So geht die Heizung im Sommer nicht unbemerkt in Betrieb

November 3, 2023

Nachdem die Ölmärkte gestern inmitten der Hoffnungen auf eine zeitnahe Öffnung der (See-)Straße von Hormus deutliche Preisabschläge meldeten, drehte sich der Wind am frühen Donnerstagmorgen komplett und lässt die Sorgen auf Preisanstiege wachsen. Der Optimismus auf eine zeitnahe Friedensfindung im Nahen Osten ist damit mal wieder höchst fragil, was die Märkte, auf ein neues, unsicher werden lässt.

USA erhöht Druck auf Teheran
In der Nacht zum Donnerstag fuhr die USA, wie schon zu Wochenbeginn, ihre Angriffe auf iranische Ziele hoch. Diese seien, eigenen Angaben zufolge, reine Verteidigungsmaßnahmen vor Angriffen und gegen die iranische Kontrolle der Straße von Hormus gewesen, welche die wichtigste Handelsroute aus dem Nahen Osten darstellt, insbesondere am Ölmarkt.

Weitere Angriffe wurden laut US-Finanzministerium gegen die iranische „Persion Gulf Strait Authority“ ergriffen, welche in den letzten Wochen um eine festere Kontrolle der Seestraße kämpft. US-Behörden zufolge soll die Gruppe „die staatlich geförderte  Terrorkampagne“ monetarisiert haben, indem sie Schiffe in der Straße von Hormus erpresste.

Washington unzufrieden mit iranisch-geplanter Kontrolle der Straße von Hormus
Gestrige Medienberichte aus dem Iran erklärten, dass man gemeinsam mit dem Oman die Regelung der Schifffahrt durch die Meerenge im Nahen Osten kontrollieren und übernehmen werde. Das stößt Washington und dem US-Präsidenten jedoch deutlich auf, da man sich hier gegen eine Kontrolle der Seestraße durch egal welche Länder ausspricht.

„Es sind internationale Gewässer“, erklärte auch US-Präsident Donald Trump bei einer Kabinettssitzung im Weißen Haus. „Die Meerenge wird für alle offen bleiben“, führte er fort. Und die USA würde „darüber wachen“. Auch nach internationalem Gesetz ist die freie Befahrung internationaler Gewässer für den Handelsverkehr festgelegt, Zoll- oder Gebührenerhebungen für die Durchquerung freier, internationaler Gewässer sind dementsprechend nicht erlaubt.

Friedensgespräche sollen fortgesetzt werden
Trotz der Eskalationen in der Nacht zum Donnerstag behauptet der US-Präsident, dass eine Einigung mit Teheran in Reichweite sei und dass man weiterhin an einer Waffenruhe und schrittweisen Friedensfindung arbeiten werde. So richtig glauben die Marktteilnehmer den Aussagen nicht, zwar blieben die Preisanstiege am frühen Morgen „nur“ moderat, dennoch sind die Spannungen und die daraus verstärkte Volatilität am Ölmarkt heute wieder im Fokus der Anleger.

Heizöl etwas teurer erwartet
Nach den Komplikationen und Spannungen am frühen Donnerstag im Nahen Osten, stieg am Markt die Unsicherheit zur Entwicklung der Lage am nahen Osten und damit auch die Angst vor anhaltenden Einschränkungen bei Öl- und Ölproduktlieferungen. Die Sorgen vor Versorgungsengpässen wirkten sich dabei direkt auf die Heizölpreise aus, weshalb Heizölkäufer aktuellen Erwartungen zufolge mit Preisaufschlägen von +0,40 bis +1,10 Euro pro 100 Liter im Vergleich zu Mittwochvormittag rechnen müssen.