Trump fordert niedrigere Ölpreise – schwierige Preisprognosen – Heizöl etwas günstiger

November 3, 2023

Ein unterzeichnetes Abkommen zwischen den USA und dem Iran liegt zu Beginn der neuen Handelswoche noch nicht vor, sodass man an den Ölbörsen und am Heizölmarkt immer noch gebannt auf die weiteren Entwicklungen im Nahen Osten blickt. Darüber hinaus verstärkt Israel trotz Waffenruhe seine Angriffe auf den Libanon. Wenngleich die Aussicht auf eine Einigung zwischen Washington und Teheran die Heizölpreise im Vergleich zu Anfang letzter Woche leicht haben sinken lassen, so generiert das bisherige Ausbleiben eines belastbaren Abkommens heute Morgen wieder leichten Preisauftrieb.

Kurzfristige Heizölpreisentwicklung Besonders bei sehr kurzfristiger Betrachtung zeigt die Preisentwicklung entsprechend der weiterhin vorherrschenden Unsicherheit im Hinblick auf den Nahen Osten einen Anstieg des deutschlandweiten Heizölpreis-Durchschnitts. So ist Heizöl heute +2,62 Euro teurer als vergangenen Freitag. Im Vergleich zu vergangenem Montag (Pfingstmontag) ist der Heizölpreis dagegen um -4,31 Euro zurückgegangen. Seit Anfang Mai hat der durchschnittliche bundesweite Heizölpreis gar um -22,22 Euro nachgegeben.

Langfristige Preisentwicklung In der langfristigen Heizölpreisentwicklung zeigt sich beim Vergleich mit dem Preisniveau von vor drei Monaten ein Rückgang um -3,76 Euro, was daran liegt, dass der Krieg zwischen den USA und Iran damals gerade begonnen und die Preise nach oben katapultiert hatte. Auf Jahressicht ist der deutschlandweite Heizölpreis-Durchschnitt allerdings um +36,14 Euro gestiegen. Etwas schwächer fällt der Preisanstieg mit +23,73 Euro dagegen im Vergleich zum Niveau von vor zwei Jahren aus.

 

 

Was spricht aktuell für steigende Preise?
– USA und Iran noch nicht zufrieden mit bisherigen Verhandlungsergebnissen
Letzte Woche sah es noch so aus, als wäre ein Abkommen zwischen den USA und Iran schon beinahe unter Dach und Fach. So ganz überzeugt scheinen jedoch beide Seiten noch nicht, denn sowohl US-Präsident Trump, als auch das Mullah-Regime in Teheran forderten zuletzt Nachbesserungen an dem bisherigen Entwurf. Unterdessen bleibt der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus weiterhin massiv beeinträchtigt.
– Ausweitung der Angriffe Israels auf Ziele im Libanon Israel verstärkte zuletzt seine Angriffe auf Ziele im Libanon und drang dabei auch weiter in das Nachbarland vor. Da Israel damit gegen die Waffenruhe im Libanon verstößt, die der Iran zu einer Bedingung für ein Abkommen mit den USA gemacht hatte, könnte der Konflikt zwischen Israel und der aus dem Libanon heraus agierenden Hisbollah-Miliz auch eine Einigung zwischen Washington und Teheran behindern.

Was spricht aktuell für sinkende Preise?
– Verhandlungen zwischen USA und Iran Sollten die Vereinigten Staaten und der Iran die bislang noch vorhandenen Differenzen bei den Verhandlungen über ein Friedensabkommen zügig ausräumen können, könnte auch der internationale Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus nach und nach wieder normalisieren. Dadurch würde sich die globale Versorgungslage verbessern.

Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19 % MwSt. Außerdem fallen durch Transportkosten die Preise regional unterschiedlich aus. Stand der Preise 01.06.2026