Stabile Ölpreise trotz weiterer Eskalation – Kaum Veränderungen beim Heizöl

November 3, 2023

Seit fast sieben Wochen ist die Straße von Hormus nun gesperrt, kaum ein Tanker kommt durch, die globale Öl- und Gasversorgung gerät immer mehr unter Druck. Unterdessen haben sich die beiden Kriegsparteien Iran und USA in eine Art Pattsituation hineinmanövriert, die ein schnelles Ende der Krise immer unwahrscheinlicher macht.

 

Straße von Hormus bleibt blockiert
Wo es vor einigen Wochen noch Hoffnung gab, dass die Straße von Hormus schnell wieder frei befahrbar sein könnte, ist sie jetzt im Grunde sogar noch mehr gesperrt als zuvor, denn auch die USA haben inzwischen eine Seeblockade eingesetzt. Sie versuchen, den Iran daran zu hindern, weiter Öl zu exportieren.

 

Gleichzeitig hat Donald Trump die geltende Waffenruhe zwischen den Kriegsparteien erst gestern auf unbestimmte Zeit verlängert, während der Iran Washington in der Frage, ob man an Gesprächen teilnehmen möchte, zappeln lässt. Gleichzeitig überziehen sich weiterhin beide Parteien zu gleichen Teilen mit Häme und mit Drohungen.

 

Ölmarkt ächzt unter ausbleibenden Öl- und Gaslieferungen
Für den globalen Energiemarkt wird die Situation unterdessen immer dramatischer, denn mit jedem Tag, den die Exporte aus der Golfregion ausbleiben, verschärft sich die Angebotsverknappung am Weltmarkt. Üblicherweise werden durch die Straße von Hormus täglich etwa 20 Prozent des täglichen Öl- und Gasbedarfs transportiert.

 

Preise im Inland wieder teurer
Entsprechend bleiben die börsengehandelten Rohölpreise hoch, die europäische Referenzsorte Brent stieg gestern erstmals seit 10 Tagen wieder nachhaltig über 100 Dollar. Die Inlandspreise orientieren sich damit erneut nach oben. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen heute mit Aufschlägen von ca. +1,95 bis +3,45 Euro/100l zu Mittwochmorgen rechnen.