Stabile Ölpreise trotz weiterer Eskalation – Kaum Veränderungen beim Heizöl

November 3, 2023

Die Öl-Exportsperre im Nahen Osten bleibt der Dreh- und Angelpunkt der aktuellen Ölpreisentwicklungen. Auch wenn die deutlichsten Auseinandersetzungen zuletzt abgeflaut sind, bleibt die wichtige Exportroute der Straße von Hormus weiter gesperrt. Die damit deutlich eingeschränkten, auf dem Markt verfügbaren Rohöl- und Ölproduktmengen setzen die Marktteilnehmer unter Kaufdruck und treiben auch die Preise an den Heizölmärkten nach oben.

Kurzfristige Heizölpreisentwicklung
Die Spannungen im Nahen Osten und Unsicherheiten bei den Ölexporten der Region bleiben bestehen, auch wenn die schlimmsten Kriegs-Zeichen abgeflacht sind. Dabei haben sich die Heizölpreise über das Wochenende kaum verändert, mit minimalen Korrekturen von +0,44 Euro seit Freitag. Verglichen mit Montag der Vorwoche gab es jedoch deutliche Preisanstiege über +8,40 Euro pro 100 Liter, da damals erhoffte, zeitnahe Friedensverträge nicht zustande gekommen sind. Im direkten Wochenvergleich gab es dennoch moderate Heizölpreis-Rückgänge von -10,12 Euro.

Langfristige Preisentwicklung
Im langfristigen Preisvergleich bestätigt sich das Bild der letzten Wochen. Verglichen mit Ende Januar, als bestehende Konflikte weitgehend abgeklungen waren, zahlen Abnehmer von Heizöl aktuell +46,20 Euro mehr. Im direkten Jahresvergleich zeigt sich das gleiche Bild – Gegenüber April 2025 zahlen Heizölkäufer aktuell +49,77 Euro mehr, mit Blick auf April 2024 sind die aktuellen Preise ebenfalls +36,82 Euro höher.



Was spricht aktuell für steigende Preise?
– Friedensverhandlungen bleiben aus
Die für vergangene Woche geplanten Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran blieben aus. Neue sollen kommen, wann ist noch nicht ganz klar, dennoch wird heute ein Update zur Entwicklung erwartet.

– Straße von Hormus weitgehend blockiert
Die Blockade der Straße von Hormus ließ die Ölproduktion je nach Einschätzung um 10-14 Mio. Barrel am Tag einbrechen, was sich erheblich auf Verfügbarkeit am Markt und Preisentwicklung auswirkt.

Was spricht aktuell für sinkende Preise?
– Fragile Waffenruhen im Nahen Osten
Trotz der fehlenden Friedensverhandlungen wurden Waffenruhen zwischen USA-Iran und Israel-Libanon ausgemacht. Diese sind leider sehr fragil und werden nicht komplett eingehalten, bieten jedoch eine Grundlinie die keiner vollständig durchbrechen will.

Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt. Außerdem fallen durch Transportkosten die Preise regional unterschiedlich aus. Stand der Preise 27.04.2026