USA verstärken Druck auf Iran – Trump droht mit Zöllen – Heizöl etwas teurer

November 3, 2023

Der Winter zeigt weiterhin sein kaltes Gesicht und sorgt in Deutschland und Europa, aber auch in den USA für erheblichen Frost. Da die Kälteeinbrüche noch eine Weile bleiben werden, steigen auch die Preise an den US-Ölbörsen, da stellenweise die Exporte und Ölproduktionen durch Frost und Eis eingeschränkt werden. Und auch bei uns in Europa und Deutschland werden die Ölexporte und deren Entwicklung genauer erwartet, auch wenn der Fokus hier eher bei der Wiederaufnahme der kasachischen Ölproduktion liegt.

Tengiz-Ölfeld wird wieder hochgefahren
Vor 10 Tagen meldeten verschiedene Quellen, dass der Betrieb am größten Ölfeld Kasachstans, Tengiz, aufgrund von Schäden und Bränden an mehreren Stromgeneratoren abgestoppt werden musste. Vorgestern dann das Aufatmen, die Produktion an Tengiz und den nahen, kleineren Ölfeldern wird wieder hochgefahren. Aber wie lange soll das ganze dauern? Hier sind sich Insiderquellen und Politiker uneinig.

Gestern meldeten verschiedene, anonyme Insider, dass die Produktion innerhalb der nächsten 10 Tage wieder bei der Hälfte des sonst möglichen Durchsatzes ankommen soll. Darüber hinaus konnten keine Pläne oder Schätzungen genannt werden. Damit würde der Export Kasachstans zumindest noch eine Weile um 30-40 Prozent schwächer ausfallen als im Durchschnitt für 2025 angegeben wurde.

Heute dann beruhigende Worte des kasachischen Energieministers – Das Tengiz-Ölfeld und die direkte Umgebung sollen innerhalb einer Woche wieder Produktionsmengen um 900.000 Barrel pro Tag erreichen, nahe den Spitzenwerten die vergangenes Jahr erreicht wurden. Dennoch bleibe der Neustart eine komplexe Angelegenheit.

Die Stilllegung des Tengiz-Feldes sorgte bisher für Produktionsverluste von knapp 7,2 Mio. Barrel und damit auch für erhebliche Exporteinschränkungen. Da Deutschland knapp 11 Prozent seines Rohölbedarfs aus Kasachstan bezieht, welche den Großteil der Exporte mit Öl aus dem Tengiz-Feld durchführen, wird auch in der Bundesrepublik auf eine zeitnahe Wiederaufnahme aller kasachischen Ölexporte gehofft.

Inlandspreise etwas teurer
Der Winter hält das Land weiter stark im Griff und lässt gemeinsam mit den Entwicklungen an den Ölbörsen die Heizölpreise leicht steigen. Dementsprechend müssen Abnehmerinnen und Abnehmer in Deutschland aktuell mit leichten Preisanstiegen von durchschnittlich +0,20 bis +0,60 Euro pro 100 Liter im Vergleich zu Dienstagvormittag rechnen.