USA greifen Huthi am Wochenende massiv an – Feuerpause in Gaza fraglich – Heizöl kaum verändert

November 3, 2023

Die volatilen Preisbewegungen an den Öl- und Ölproduktmärkten setzen sich weiterhin fort, da die Konflikte im Nahen Osten weiterhin für Unsicherheiten zur weltweiten Ölversorgung sorgen. Nachdem die Preise Anfang März erheblich angestiegen sind, finden sie sich jetzt mit starken Schwankungen konfrontiert.

Kurzfristige Heizölpreisentwicklung
Die kurzfristigen Preisentwicklungen von Heizöl sind derzeit durch die allgemeine Volatilität am Ölmarkt geprägt. Entsprechend gibt es fast täglich ein erhebliches Auf- und Ab bei den Heizölpreisen. Dieser stieg heute, im Vergleich zum vergangenen Freitag, um +5,23 Euro bzw. +3,8 Prozent. Dementgegen zahlen Käufer von Heizöl aktuell, verglichen mit vor einer Woche -4,53 Euro weniger. Schauen wir weiter zu vor einem Monat, bevor die aktuellen Konflikte hochkochen konnten, stiegen die Heizölpreise seitdem um +48,42 Euro, entsprechend +51,7 Prozent.

Langfristige Preisentwicklung
Auf längere Sicht wird nochmal deutlich, wie stark die aktuellen Preisanstiege entgegen der sonstigen Entwicklungen verlaufen. Verglichen mit der zuletzt günstigsten Saison, Ende 2025, zahlen Abnehmerinnen und Abnehmer derzeit  +56,77 Euro mehr pro 100 Liter Heizöl in Deutschland. Und auch die Vorjahresvergleiche zeigen die derzeit erheblich höheren Heizölpreise, mit aktuellen Preisen von durchschnittlich +49,68 Euro mehr als im März 2025, und +37,77€ Aufschlag gegenüber Mitte März 2024.

 

Was spricht aktuell für steigende Preise?
– Angriffe in und um den Iran verschärfen sich
Die Angriffe im Nahen Osten nehmen weiter zu. Der Iran greift immer wieder Ölstrukturen im Nahen Osten an, während USA und Israel insbesondere militärische Punkte im Iran fokussieren. Die Angriffe scheinen so oder so nicht allzu bald zu enden.

– Globale Ölproduktion durch Nahostkonflikt um mindestens -10% eingebrochen
Die Sperre der wichtigsten Öl-Handelsstraße, die Straße von Hormus, sorgt vielerorts im Nahen Osten für volle Ölspeicher, weshalb Ölproduktionen bereits heruntergefahren werden mussten. Die Angriffe auf Raffinerien und nahe von Ölproduktionen verschärft die Abschaltungen der Ölinfrastrukturen nochmals.


Was spricht aktuell für sinkende Preise?
– Schrittweise Freigabe strategischer Ölreserven 
Insgesamt 400 Mio. Barrel Rohöl sollen aus den strategischen Reserven mehrerer Länder freigegeben werden. Der Raum Asien-Ozeanien wird diese Freigaben unverzüglich beginnen, Europa und die USA wollen ihre Freigaben ab Ende März starten.

– USA lockern Sanktionen für russisches Öl auf See
Die USA lockerte zuletzt die Sanktionen gegen russisches Öl für 30 Tage, solang die Ware vor dem 12. März verladen wurde und bereits auf hoher See liegt. Das könnte den asiatischen Großabnehmern wie China und Indien dabei helfen, günstig für einige Wochen an Öl zu kommen und damit fehlende Exporte aus dem Nahen Osten aufzufangen.

Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt. Außerdem fallen durch Transportkosten die Preise regional unterschiedlich aus. Stand der Preise 16.03.2026