USA-Bürger leiden unter Hitze und Energiekosten – Heizölpreise kaum verändert

November 3, 2023

Das erste große, geopolitische Gespräch der Woche in Form der Atomgespräche zwischen dem Iran und den USA wurde mit relativem Optimismus abgeschlossen. Das sorgte, nach kurzen Stressmomenten aus dem Iran, für etwas Entspannung beim Ölpreis. Doch heute gehen die Gespräche zwischen anderen Ländern weiter – im Rahmen der Ukraine-Russland-Friedensverhandlungen und dem Start des Minister-Treffens der internationalen Energieagentur IEA

Vorsichtige Entspannung nach Atomgesprächen
Die zweite Runde der Repräsentanten-Gespräche zwischen dem Iran und den USA wurde gestern abgeschlossen. Dem Iran zufolge scheinen die Atomgespräche insgesamt „konstruktiv“ ablaufen, was zwar eine gewisse Zufriedenheit andeuten könnte, ein echtes und langfristiges Ergebnis lässt jedoch noch auf sich warten.

Als nächstes wollen beide Parteien Grundlagen eines Abkommens notieren und gegenseitig austauschen, bevor die Gespräche in die dritte Runde übergehen sollen. Ob in der Zwischenzeit das Säbelrasseln zwischen den Ländern nachlässt, welche zuletzt immer wieder Kampfbereitschaft gegeneinander andeuteten, bleibt jedoch abzuwarten.

Trilaterale Gespräche im Russland-Ukraine-Konflikt
Gestern startete die neueste Verhandlungsrunde im Ukraine-Russland-Konflikt mit den USA als Mediator. Der erste Tag soll jedoch noch keine konkreten Fortschritte gebracht haben. Dem Verhandlungsführer der Ukraine zufolge wurden in erster Linie „praktische Fragen und Mechanismen möglicher Lösungen“ erörtert, genaue Details wurden noch nicht gemeldet.

Heute steht der zweite Tag der „Friedens“-Gespräche an, währenddessen halten die Angriffe beider Länder gegeneinander weiter an. So kamen gestern mehrere Meldungen zu zerstörten Raffinerieanteilen und beschädigten Transportrouten nach ukrainischen Drohnenangriffen in Russland, ebendiese schickten in der Nacht zum Mittwoch erneut Raketen und Drohnen auf ukrainische Positionen und Infrastrukturen.

USA droht erneut mit Ausstieg aus der IEA
Heute und morgen stehen Treffen zwischen den Ministern der IEA-Mitgliedsländer an, welche sich alle zwei Jahre, üblicherweise in Paris, über allgemeine, weltweite Energieentwicklungen unterhalten. Dabei stößt der seit einigen Jahren wachsende Fokus auf erneuerbare Energien und Umweltschutz der aktuellen US-Führung mehr und mehr auf.

Bereits in der Vergangenheit und so auch gestern Abend kündigte der US-Präsident deshalb an, aus der internationalen Energieagentur auszutreten, sollte sie weiter so starken Fokus auf das Thema Klima legen. Der Fokus der IEA liegt auf Prognosen der Energieentwicklung und allgemeinen Einschätzungen und Analysen am Energiemarkt. Ein Rücktritt der USA könnte der Organisation 14% des jährlichen Budgets kosten.

Heizölpreis potentiell leicht erhöht erwartet
Nachdem die Ölpreise gestern bereits einen stark volatilen Kurs gezeigt haben und allgemeine Unsicherheiten noch immer bestehen, sind die Marktteilnehmer aktuell vorsichtig und unsicher im Bezug auf Preisentwicklungen. Für Abnehmerinnen und Abnehmer von Heizöl in Deutschland bedeutet dies, dass die Heizölpreise aktuell minimal teurer sind als Dienstagvormittag, mit durchschnittlichen Preisaufschlägen in Höhe von ±0,00 bis +0,40 Euro pro 100 Liter.