US-Rohölbestände steigen an – Gaza-Verhandlungen auf der Kippe – leichtes Plus beim Heizöl

November 3, 2023

Obwohl die Verhandlungen zwischen den USA und Iran eher schwierig verlaufen, bleibt die für den Ölhandel so wichtige Straße von Hormus offenbar geöffnet. Entsprechend hat sich der Tankerstau der letzten Monate deutlich abgebaut und die Ölpreise sind von ihren Höchstständen zurückgekehrt.

 

Ölpreise fast wieder auf Vorkriegsniveau
Inzwischen haben die börsengehandelten Rohölpreise fast schon wieder das Niveau erreicht, bei dem sie vor Kriegsausbruch handelten. Und auch der Preis für ein Barrel Gasoil, dem Produktkontrakt, der maßgeblich die Heizölpreise im Bundesgebiet mitbestimmt, hat den größten Teil seiner kriegsbedingten Aufschläge wieder wett gemacht.

 

Dennoch bleibt die Lage am Persischen Golf fragil. Viele Fragen sind nach wie vor ungeklärt und die USA und Iran zeigen sich überwiegend als nicht gerade kompromissbereit. Am Wochenende war es zudem wieder zu Kampfhandlungen und gegenseitigem Beschuss gekommen, weshalb die eigentlich für diese Woche geplanten Verhandlungen auf wackeligen Beinen stehen.

 

Schwierige Verhandlungen zwischen USA und Iran
Gestern machten widersprüchliche Meldungen die Runde, ob es überhaupt Verhandlungen geben würde und wenn ja, zwischen wem. Klar ist, dass die USA ihre Sondergesandten Steve Wittkoff und Jared Kushner nach Katar geschickt haben, da der Iran laut Donald Trump angeblich für heute um ein Gespräch gebeten habe.

 

Aus dem Iran hatte es zuvor geheißen, man werde zwar Gespräche führen, aber ausschließlich mit dem Oman. Dabei werde es um die Regulierung der Schifffahrt in der Straße von Hormus gehen. Teheran verfolgt den Plan, Transitgebühren für die Durchfahrt der Meerenge zu erheben, was von den meisten anderen Ländern strikt abgelehnt wird.

 

Heizöl mit leichten Aufschlägen
Die Inlandspreise starten heute mit leichten Aufschlägen in den Tag, bleiben aber insgesamt innerhalb der Seitwärtsbewegung, die sich seit Mitte Juni etabliert hat. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen heute mit Aufschlägen von ca. +0,45 bis +1,05 Euro/100l im Vergleich zu gestern Morgen rechnen.