Öffnet in einem neuen Tab

Trump verursacht neues Börsenbeben – Heizöl wieder günstiger

November 3, 2023

Nachdem es in der vergangenen Woche wiederholt Meldungen gab, dass der Iran und die USA Fortschritte zu etwaigen Friedensverhandlungen machen würden, fiel das metaphorische Kartenhaus am Wochenende wieder etwas weiter zusammen, als der US-Präsident melde, er habe einen Abkommensvorschlag seitens des Iran abgelehnt. Nachdem die Ölpreise im Lauf der letzten Woche nach starken Anstiegen am Dienstag wieder schnell gesunken sind, kam es damit am heutigen Montag wieder zu Preiserhöhungen.

Kurzfristige Heizölpreisentwicklung
Nach den Meldungen vom Wochenende, dass ein erster Friedensvorschlag seitens der USA abgelehnt wurde, kam es an den Ölbörsen zu leichten Preisanstiegen. Entsprechend kostet Heizöl heute Vormittag im bundesweiten Durchschnitt +1,34 Euro pro 100 Liter mehr als vergangenen Freitag, während der Preisunterschied zum Montag letzter Woche bei +0,45 Euro liegt. Mit Blick auf Ende August zahlen Heizölkäufer in Deutschland aktuell durchschnittlich +30,57 Euro mehr als vor einem Monat.

Langfristige Preisentwicklung
In der langfristigen Preisentwicklung zeichnet sich erneut ab, wie sehr die Heizölpreise aufgrund des Nahostkonflikts angestiegen sind. So zahlen Käufer aktuell durchschnittlich +54,78 Euro mehr als vor drei Monaten, als es zu deutlichen Entspannungen im Konflikt kam, bevor dieser im Sommerverlauf wieder stärker angefacht wurde. Mit Blick auf die letzten beiden Jahre kostet Heizöl zurzeit +75,28 Euro mehr pro 100 Liter als Ende September 2025, und +81,47 Euro mehr als vor zwei Jahren, was einem Aufschlag von +92,5% entspricht.

 

Was spricht aktuell für steigende Preise?
– Trump lehnt Iran-Abkommensangebot ab
Am Samstag erklärte US-Präsident Donald Trump, er habe ein iranisches Abkommens-Angebot abgelehnt, da dieses wohl zu hohe Anforderungen gesetzt habe. Der US-Präsident drohte erneut mit Eskalationen, würde aber dennoch neue Verhandlungen im Lauf der Woche suchen.

– Ukraine setzt Angriffe auf russische Raffinerien fort
In der vergangenen Woche kam es erneut mehrfach zu Angriffen der Ukraine auf russische Ölraffinerien, von denen mindestens eine direkt in Wartungsmodus geschaltet wurde. Damit bleiben die Produktexporte aus Russland weiterhin stark eingeschränkt , was das Angebot am globalen Markt senkt.

Was spricht aktuell für sinkende Preise?
– Saudische Ost-West-Pipeline geht wieder in Betrieb
Vor mehr als zwei Wochen kam es zu einem Brand an der wichtigsten Öl-Pipeline Saudi-Arabiens, wonach einige Ölexporte des Landes eingestellt wurden, auch nach Europa. Im Lauf der vergangenen Woche soll die Transportlinie nun wieder in Betrieb gegangen sein und wird schrittweise weiter hochgefahren.

– US-Iran-Verhandlungen sollen zeitnah fortgesetzt werden
Auch wenn das neueste Abkommensangebot des Iran abgelehnt wurde, sollen laut US-Präsident Trump zeitnah weitere Gespräche stattfinden. Auch wenn die Märkte ihren Optimismus hierzu zurückhalten, sorgt die Info für Entspannung am Markt und lässt Hoffnungen auf Friedensfindungen bestehen.

Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt. Außerdem fallen durch Transportkosten die Preise regional unterschiedlich aus. Stand der Preise 28.09.2026