Steigende US-Lagerbestände drücken Ölpreis – Nur leichte Abschläge beim Heizöl

November 3, 2023

Neue Woche – Gleiches Spiel; Während die USA und der Iran weiterhin an Friedensverhandlungen festhalten wollen, meldete die USA Angriffe auf iranische Waffenstellungen, weshalb der Iran die Länder in der Umgebung angriff. Mittlerweile sollen die Waffen zwar wieder ruhen, wie nachhaltig diese Aussage ist, bleibt jedoch offen. Und genau das sorgt für Unsicherheiten und Spannungen am Ölmarkt, weshalb es in den letzten Tagen immer wieder zu leichten Preisanstiegen kam. Dennoch liegen die Ölpreise weiter deutlich unter dem Niveau zum Konflikt-Höhepunkt.

Kurzfristige Heizölpreisentwicklung
Nachdem es am Wochenende zu US-Angriffen auf iranische Stellungen kam, stiegen die Ölpreise kurzzeitig etwas an, auch wenn der schlimmste Preisdruck bereits verflogen ist. Damit bleiben aktuell leichte Preisanstiege bei Heizöl in der Bundesrepublik, mit +1,00 Euro pro 100 Liter gegenüber Freitagnachmittag und +1,67 Euro zum Montag der Vorwoche. Dennoch sanken die Preise im Lauf des Juni moderat, weshalb im Vergleich zu Ende Mai durchschnittliche Abschläge von -4,96 Euro verzeichnet werden.

Langfristige Preisentwicklung
Die langfristige Preisentwicklung zeigt erneut deutlich, wie stark die Preisschwankungen der letzten Monate waren. Verglichen mit Ende März, mit zur Hoch-Zeit des Iran-USA-Konflikts, zahlen Abnehmer von Heizöl heute -34,34 Euro weniger. Dennoch sind die aktuellen Preise deutlich höher als in den letzten Jahren: So zahlen Heizölkäufer heute durchschnittlich +23,78 Euro mehr als Ende Juni 2025, und +12,31 Euro mehr als Mitte 2024.

Was spricht aktuell für steigende Preise?

– Iran-USA-Spannungen setzen sich fort
Auch wenn der eigentliche Konflikt mit einem vorläufigen Friedensvertrag eigentlich beendet sein sollte, gibt es immernoch Spannungen zwischen den beiden Seiten, die erst am Wochenende in Angriffen ausuferten. Die Unsicherheit zu einem „echten Frieden“ bleibt.

– Ukrainische Angriffe schwächen russische Treibstoffversorgung
Die Angriffe der Ukraine gegen russische Ölanlagen sorgen mittlerweile für erhebliche Engpässe bei Benzin und anderen Kraftstoffen. Auch internationale Exporte sind davon betroffen, was das Angebot am Weltmarkt einschränkt und Preisanstiege stützt.


Was spricht aktuell für sinkenden Preise?

– Ölexporte aus dem Nahen Osten nehmen zu
Mit der Öffnung der Straße von Hormus setzen die Länder aus dem Nahen Osten wieder verstärkt auf die Seeroute für ihre Ölexporte. Damit steigt das Ölangebot insbesondere im asiatischen Raum. Wie sich dies inmitten der aktuellen Spannungen weiter entwickelt, muss abgewartet werden.

 

Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt. Außerdem fallen durch Transportkosten die Preise regional unterschiedlich aus. Stand der Preise 29.06.2026