Öffnet in einem neuen Tab

Sorge vor Angriff auf iranische Ölanlagen treibt Ölpreise – Heizölpreise kaum verändert

November 3, 2023

Gestern begann die jährliche Generalversammlung der UN und damit eine Vielzahl geopolitische Verhandlungen und Gespräche, insbesondere rund um den Nahen Osten und den Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Dabei wurden vom US-Präsidenten gleichermaßen Drohungen wie diplomatische Hoffnungen ausgesprochen. Die Rohölbörsen reagierten mit leichten Preisschwankungen, die Kurse für Produkte wie Heizöl stiegen am Mittwochmorgen durch ausgelöste, börsentechnische Kaufsignale jedoch drastisch an.

Trump zwischen Drohungen und Diplomatie bei UN-Generalversammlung
Am Dienstagabend deutscher Zeit begann die jährliche UN-Generalversammlung in den USA und sorgte durch die mit Spannung erwartete Rede von US-Präsident Donald Trump direkt für gemischte Emotionen. So führte der US-Präsident in einer Mischung aus Drohungen und diplomatischen Erwartungen aus, dass er eine Konfliktlösung bis zu den US-Kongresswahlen am 3. November für möglich hält – also in knapp sechs Wochen.

Als Alternative sehe der US-Präsident die Möglichkeit, die Islamische Republik Iran „in die Hölle“ zu schicken, wenn diese den diplomatischen Bemühungen nicht nachkommen würden. Trump erklärte, der Iran sein „der Tyrann des Nahen Ostens“ gewesen, sei dies mittlerweile aber nicht mehr, mitunter durch den Einsatz der USA im Krisengebiet. Überraschend teilte Trump gegenüber Reportern mit, dass sich Vertreter der USA und des Iran bereits am Rande der UN-Generaldebatte getroffen hätten. Das dreistündige Gespräch sei „sehr gut“ gelaufen, genauere Infos gab der US-Präsident jedoch nicht weiter.

US-Präsident erwartet zeitnahes Abkommen im Russland-Ukraine-Krieg
Auch zum laufenden Konflikt zwischen Russland und der Ukraine zeigte sich Trump bei seiner gestrigen Rede erneut sehr optimistisch zu einer zeitnahen Friedensfindung. „Wir werden diese Angelegenheit regeln. Das wird passieren – ich glaube, schneller, als die Menschen denken“, sagte er bei seiner Rede auf der UN-Generalversammlung. Hierzu sei der US-Präsident in engem Kontakt mit den Regierungsführern aus Kiew und Moskau, um den Konflikt so schnell wie möglich zu lösen.

Kaufsignale an den Ölprodukt-Börsen treiben Heizölpreise hoch
Während die Preise bei Rohöl rund um die aktuellen Verhandlungen und Gespräche von deutlichen Schwankungen betroffen sind, kam es bei den Ölprodukten am Mittwochmorgen zu deutlichen Preisanstiegen, als ein börsentechnisches Kaufsignal ausgelöst wurde. Abnehmerinnen und Abnehmer von Heizöl in der Bundesrepublik müssen in Folge der Unsicherheiten und Börsensignale aktuell mit deutlichen Preisanstiegen in Höhe von +4,80 bis +5,40 Euro pro 100 Liter gegenüber Dienstagvormittag rechnen. Diese Zahlen können sich aufgrund der aktuellen Entwicklungen im Tagesverlauf ändern und sind daher nur als Momentaufnahme zu verstehen.