Sorge um Syrien lässt Ölpreise zulegen – USA weiten Bohrungen aus – Heizöl kaum verändert

November 3, 2023

Die Unsicherheiten an den Ölmärkten aufgrund des anhaltenden Nahost-Konflikts bleiben weiter bestehen und sorgen für Unsicherheiten und Unruhen. Das merken Verbraucher wie Börsen gleichzeitig an erheblich gestiegenen Preisen bei Erdöl und dessen Produkten. Um den Preisdruck etwas zu lindern, will die USA nun die Sanktionen für russisches Öl lockern, sofern sich ebendieses Öl bereits frei auf dem Meer befindet.

USA lockert Sanktionen gegen russisches Öl
Da die Ölpreise weltweit weiterhin durch die Decke gehen, und bisherige Maßnahmen bestenfalls nur kurze und leichte Beruhigung in die Situation bringen konnte, will die USA als nächstes ihre Sanktionen gegen russisches Öl lockern. So soll es seitens der USA für 30 Tage gestattet sein, Öl zu kaufen, welches aus Russland kommt aber vor dem 12. März auf Schiffe verladen wurde. Die Freigabe endet am 11. April und gilt nicht für Öl, welches noch verladen und verschifft werden muss.

Vergangene Woche erst gab US-Präsident Trump genau diese Ölimporte für Indien frei, jetzt sind sie eben auch für den restlichen globalen Markt freigegeben. Besonders am asiatischen markt könnte dies für einen Moment der Entspannung sorgen, da diese seit den Exporteinbrüchen des Nahen Osten teils mehr als 40% ihrer Ölversorgung in Gefahr sehen.

Wichtig ist jedoch, nur weil die USA die Käufe von russischem Öl freigeben, heißt das nicht dass auch Europa dabei mitzieht. Ganz im Gegenteil, EU-Vertreter warnten schon Anfang der Woche vor Sanktionslockerungen gegen Russland und sprachen sich dagegen aus. Insbesondere die Ukraine betont, dass eine Lockerung von Kriegssanktionen einem Entgegenkommen in Russlands Angriffskrieg gleichkommen kann. Entsprechend sind die Käufe russischen Öls und dessen Produkte zwar international seitens der USA gestattet, aber nicht aus Sicht der EU.

Heizölpreise inmitten anhaltender Schwankungen
Das Auf- und Ab der Ölpreise, darunter auch Produkte wie Heizöl, setzt sich auch heute weiter fort. Regelmäßige Ankündigungen, Lockerungen und Verschärfungen machen Preiseinschätzungen immer schwieriger und können sich innerhalb weniger Minuten wieder ändern. Rein rechnerisch wird für den Heizölpreis aktuell eine Abweichung von -1,45 bis +0,55 Euro pro 100 Liter im Vergleich zu Donnerstagvormittag erwartet. Aufgrund der anhaltend starken Volatilität kann es jedoch je nach Region und Uhrzeit zu deutlichen Abweichungen kommen.