Saudi-Arabien verteuert Ölexporte – Weitere leichte Abschläge beim Heizöl

November 3, 2023

Die zweiwöchige Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran gilt nur noch bis Mitte der Woche. Ob der Iran an der für heute anberaumten zweiten Verhandlungsrunde im pakistanischen Islamabad teilnehmen wird, ist bislang immer noch unklar.

 

Spannungen hatten über das Wochenende wieder zugenommen
Die Spannungen zwischen den beiden Ländern hatten über das Wochenende wieder zugenommen. Einerseits, weil die USA ihre Seeblockade fortsetzten, was der Iran als Verstoß gegen die Waffenruhe betrachtete und andererseits, weil die US-Streitkräfte am Sonntagabend einen Frachter beschlagnahmten, der in Richtung der iranischen Hafenstadt Bandar Abbas unterwegs gewesen war.

 

Teheran sah dies als weiteren Akt der Aggression seitens der USA und äußerte Zweifel an der Ernsthaftigkeit der diplomatischen Bemühungen Washingtons. Während es anfangs noch so aussah als würde der Iran definitiv nicht an der zweiten Verhandlungsrunde teilnehmen wollen, deuteten Aussagen hochrangiger Vertreter der Islamischen Republik im Verlauf des Montags darauf hin, dass doch noch Hoffnungen auf weitere Gespräche besteht.

 

Trump weiterhin überzeugt von Abkommen
US-Präsident Trump zeigte sich am gestrigen Montag in einer Mitteilung auf seiner Kommunikationsplattform Truth Social weiterhin überzeugt davon, dass es ein Abkommen zwischen den USA und Iran geben werde. In derselben Mitteilung verteidigte Trump auch seine Entscheidung, das Atomabkommen, das der Iran 2015 mit den 5+1 Mächten des UN-Sicherheitsrats abgeschlossen hatte, in seiner ersten Amtszeit als Präsident einseitig aufzukündigen.

 

Pakistan stark um Vermittlung bemüht
Der Vermittler bei den aktuellen Verhandlungen, Pakistan, versuchte am gestrigen Montag noch einmal, alle diplomatischen Register zu ziehen, damit der Iran doch noch an den heute geplanten Gesprächen teilnimmt. Dabei soll Pakistan vor allem versucht haben, die USA von einem sofortigen Ende der Seeblockade zu überzeugen. Aus hochrangigen Kreisen der iranischen Regierung hieß es daher am Nachmittag wieder, man prüfe noch einmal „in positivem Sinne“, ob man eine Delegation nach Islamabad schicken werde.

 

Heizöl günstiger erwartet
Heute Morgen ist immer noch nicht sicher, ob die Verhandlungen zwischen Teheran und Washington in die zweite Runde gehen. An den Ölbörsen scheint jedoch die Hoffnung zu überwiegen, dass die Gespräche fortgesetzt werden, weswegen die Rohölpreise auf einem etwas niedrigerem Niveau liegen als gestern.

 

Auch im Inland werden die Preise im bundesweiten Durchschnitt derzeit günstiger erwartet, was allerdings nicht zuletzt auch daran liegt, dass sich der Euro gegenüber dem Dollar im gestrigen Tagesverlauf wieder deutlich erholen konnte. Im Vergleich zu gestern dürfen Verbraucherinnen und Verbraucher bei Heizöl mit einem Preisrückgang von -1,35 bis -1,95 Euro pro 100 Liter rechnen. Dennoch bleibt der Markt stark vom Konflikt im Nahen Osten beeinflusst, weshalb neue Entwicklungen im Krieg unerwartet starken Einfluss auf die Inlandspreise in Deutschland haben können.