Richtig heizen im Winter: Das sagen die Experten von Grünwelt Energie

November 3, 2023

Der Dienstag war an den Ölmärkten von einer allgemeinen Unsicherheit und damit stark schwankenden Ölpreisen geprägt. Diese Unsicherheiten scheinen sich im Lauf der späten Nacht vorerst beruhigt zu haben. Entsprechend wird Rohöl aktuell beinahe auf dem selben Niveau wie Dienstagvormittag gehandelt. Dennoch könnte es gezielt in Europa in den nächsten Tagen zu leichten Komplikationen im Rohöl-Einkauf kommen, denn Kasachstan meldet mittelfristige Ausfälle am größten Ölfeld des Landes

Brand an Tengiz-Ölfeld legt Teile der Ölproduktion lahm
Am Sonntag soll es Medienberichten zufolge zu einem Brand am Tengiz-Ölfeld in Kasachstan gekommen sein, als zwei Stromgeneratoren in Flammen aufgingen. In direkter Konsequenz wurde die Ölproduktion des Feldes vorübergehend abgestoppt, um weitere Schäden zu verhindern. Tengiz ist die größte Ölproduktionsstelle des Landes, eine der größten der Welt, und produziert jeden Tag rund 800.000 Barrel Rohöl.

Noch gibt es keine offizielle Meldung zur Dauer der Ausfälle. Insider hingegen gaben gestern bekannt, das aktuell mit weiteren Ausfällen am Ölfeld von 7-10 Tagen gerechnet wird, also potentiell bis Anfang Februar. Wichtig ist natürlich, dass diese Zahlen nicht offiziell sind und sich aufgrund von Komplikationen oder schnellerer Arbeitsabläufe jederzeit ändern können.

Erste Verschiebungen von Lieferungen wurden auch schon angemeldet. Auch wenn die genauen Zielländer der Frachten unbekannt sind, wurden aus Kasachstan bereits Lieferungen über insgesamt 4-5 Millionen Barrel Öl verschoben oder gestrichen. Und da Europa, aber auch Deutschland selbst, in der Regel rund 10% der benötigten Ölimporte aus Kasachstan beziehen, könnten sich die Ausfälle bald, wenn auch nicht im kritischen Ausmaß, am deutschen Markt spürbar machen.

Heizöl etwas teurer
Die allgemeinen Spannungen am weltweiten Ölmarkt sorgen weiterhin für leichte Unsicherheiten und damit auch zu tendenziell eher steigenden Preisen. Dadurch müssen Abnehmer von Heizöl aktuell mit Aufschlägen zu gestern Vormittag rechnen, diese liegen aktuellen Vorhersagen zufolge bei rund +0,45 bis +0,85 Euro pro 100 Liter Heizöl.