Preisstatistik: Heizölpreise letzte Woche teurer

November 3, 2023

Während die meisten Länder weltweit darauf warten, dass die Schifffahrt durch die Straße von Hormus lieber früher als später geöffnet wird, stehen die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran wieder vor einer Pattsituation. Beide Länder wollen klare Voraussetzungen und Verpflichtungen von der jeweils anderen Seite erzwingen, die sich jedoch klar gegenseitig widersprechen. Dieses erneute Festfahren sorgte am Markt am Montagnachmittag für erhebliche Preisanstiege bei Rohöl und dessen Produkten.

USA und Iran setzen gegensätzliche Voraussetzungen für Friedensfindung
In einer Ankündigung am Wochenende erklärte die Regierung des Irak 6 Punkte die es bräuchte, um die Verhandlungen mit den USA wieder aufzunehmen und die Straße von Hormus zu öffnen – darunter der Abzug von US-Streitkräften aus der Golfregion im Nahen Osten, die Auflösung bestehender Wirtschaftssanktionen und die Auszahlung von Entschädigungen für Kriegsschäden.

Am Montagabend meldete dann US-Präsident Trump neue, eigene Voraussetzungen für eine Friedensfindung mit dem Iran, und verlangte darin selbst Entschädigungszahlungen, sowohl für die Familien von im Iran getöteten Demonstranten und für die Familien der Opfer eines Anschlags auf den US-Zerstörer USS Cole im Jahr 2000. Auch zu Schadenszahlungen an Libanon, Syrien und Gaza soll der Iran laut den USA verpflichtet werden. Dieser Punkt solle laut Donald Trump „nachdrücklich in alle künftigen Verhandlungen“ eingebracht werden.

Damit stehen die beiden Seiten in einer klaren Pattsituation und scheinen auch nicht so einfach auf die Reparationszahlungen verzichten zu wollen. Diese Unsicherheit sorgte am Montagnachmittag für eine gewisse Resignation am Ölmarkt und drastisch steigende Ölpreise, da viele Händler nun mit länger anhaltenden Blockaden der freien Durchfahrt der Straße von Hormus – die weiterhin wichtigste Öl-Transportroute aus dem Nahen Osten zum globalen Markt – rechnen.

Heizöl deutlich teurer erwartet
Die geopolitischen Spannungen ließen die Marktteilnehmer zum Wochenbeginn deutlich aufschrecken und verschärfen die bereits unsichere Lage zur Ölversorgung am Weltmarkt. Dies sorgt seit Montagnachmittag auch in der Bundesrepublik für erhebliche Preisanstiege bei Rohöl und dessen Produkten. In direkter Folge müssen Abnehmer von Heizöl aktuell mit deutlichen Aufschlägen rechnen. Diese liegen aktuellen Erwartungen zufolge zwischen +9,15 und +10,55 Euro pro 100 Liter gegenüber den Heizölpreisen von Montagvormittag.