Preisstatistik: Heizölpreise im Februar kaum verändert

November 3, 2023

Nachdem es zum Wochenbeginn erst zu deutlichen Preisanstiegen bei Öl und dessen Produkten gekommen ist, finden sich die geopolitischen Entwicklungen aktuell in einer Mischung wiederholter Konflikte und vorsichtiger Friedensfragen. Die Suche nach Konfliktlösungen, nicht nur im Nahen Osten sondern auch im Russland-Ukraine-Krieg, sorgte für vorsichtige Entspannung an den Ölbörsen, weshalb die Kurse von Rohöl und dessen Produkten aktuell leicht sinken.

China stößt Friedensfrage im Iran an
Die chinesische Regierung in Peking bat in einem direkten Appell an den Iran, die Konflikte zurückzufahren und stärker an einer diplomatischen Friedensfindung zu arbeiten. In der selben, direkten Anfrage wurde außerdem darum gebeten, dass die Angriffe der jemenitischen Huthi-Miliz gestoppt werden sollen, die schon früher viel vom Iran unterstützt wurden. Vertreter der iranischen Hauptstadt erklärten, dass eine baldige Friedensfindung stark vom Verhalten der USA abhängig wäre.

Dass ein echter Frieden nicht einfach aus einer einzelnen Bitte kommen kann, wird dadurch unterstrichen, dass die iranische Revolutionsgarde gestern einen Angriff auf einen Öltanker meldete, der ihrer Meldung zufolge ohne Freigabe die Straße von Hormus passieren wollte. „Die illegale Durchfahrt durch die Straße von Hormus führt zu nichts anderem als zur Zerstörung des betreffenden Schiffes“, so die iranische Marine. Damit ist mehr als eindeutig, dass es noch deutlich mehr Anstrengungen bedarf, bevor es zum Frieden im Nahen Osten kommen kann.

USA kündigt Sanktionen gegen Russland an, Moskau warnt vor Folgen
Parallel zu den Konflikten im Nahen Osten kam aus den USA die Meldung zu einem neuen Sanktionspaket gegen Russland, sowie Käufer von russischem Öl und dessen Produkten. Das neue Gesetz soll es den Vereinigten Staaten nach Freigabe des US-Präsidenten ermöglichen, Strafzölle auf Länder zu erheben, die russische Ölwaren importieren. Auch sollen bereits bestehende Sanktionen auf weitere russische Unternehmen und Schiffe ausgeweitet werden, um diese Instanzen gezielt aus Dollarsystemen auszuschließen und Moskau so direkt finanziell zu treffen.

Kreml-Sprecher Dmitry Peskov meldete sich am Donnerstagnachmittag zu den angekündigten Sanktionen zu Wort und erklärte, dass diese die „Bemühungen um eine Friedensregelung in der Ukraine zweifellos erschweren“ würden. Die Aussagen sowohl aus Russland als auch dem Nahen Osten machen es mehr als deutlich, dass es bis zu einem Frieden in den aktuellen Konflikten noch viele Bemühungen brauchen wird. Es ist jedoch auch nicht abzuweisen, dass nach monatelangen Kämpfen ohne Verhandlungen zumindest wieder darüber nachgedacht wird, wie ein Frieden erreicht werden kann.

Preisrückgang bei Heizöl setzt sich fort
Die geopolitische Lage bleibt aufgeheizt und die Versorgung der Ölmärkte weltweit stark eingeschränkt. Dennoch entspannten sich die Märkte vor dem Wochenende zumindest ein bisschen, auch wenn es noch zu früh wär von „Optimismus“ zu sprechen. Für Heizölkäufer in Deutschland bedeuten die Entwicklungen heute jedoch erneute Preisnachlässe bei Heizöl. Diese liegen heute Vormittag bei Schätzungsweise -3,20 bis -3,80 Euro pro 100 Liter gegenüber Donnerstagvormittag. Die Preise sind jedoch weiterhin nur Momentaufnahmen und können sich, abhängig von geopolitischen und markttechnischen Entwicklungen jederzeit wieder ändern.