Preisstatistik: Heizölpreise im Februar kaum verändert

November 3, 2023

Am gestrigen Montag kam es an den Ölbörsen zu einem nennenswerten Preisrutsch, da sich die USA und der Iran am Wochenende auf ein Friedensabkommen geeinigt hatten. Die Unterzeichnung des Abkommens soll am Freitag erfolgen, ebenso wie die Freigabe der Straße von Hormus sowohl durch die USA, als auch durch den Iran. Nach dem gestrigen Preisrückgang kehrte zunächst allerdings erst einmal Zurückhaltung an den Ölbörsen ein, da bis Freitag noch viel passieren kann und mit der Öffnung der Straße von Hormus auch nicht von heute auf morgen die Angebotsausfälle ausgeglichen werden würden, die durch die Maßnahme verursacht wurden.

 

Normalisierung der Versorgung über Straße von Hormus wird dauern
„Der Weg zurück zu normalen Versorgungsströmen ist alles andere als einfach“, meint auch Analyst Tony Sycamore von IG. Die Räumung von Seeminen in der Meerenge, die Wiederherstellung eines umfassenden Versicherungsschutzes für die Schifffahrt sowie des Vertrauens von Reedereien und Besatzungen in die sichere Schifffahrt auf der Route über die Straße von Hormus, würden Zeit in Anspruch nehmen, so Sycamore. Gleiches gelte für die Wiederinbetriebnahme stillgelegter Förderanlagen und die Reparatur beschädigter Infrastruktur in der Region.

 

60-tägige Frist für Verhandlung von Atomabkommen
Wurde das Friedensabkommen erst einmal von beiden Seiten unterzeichnet, wollen Washington und Teheran binnen 60 Tagen auch ein neues Atomabkommen unter Dach und Fach bringen. Dies ist ein ambitioniertes Ziel, denkt man daran zurück, wie lange die 5+1 Mächte des UN-Sicherheitsrats und der Iran benötigt haben, um das Abkommen von 2015 auszuhandeln.

 

Schonfrist bei geplanter Transitgebühr für Straße von Hormus
Mit Blick auf die Straße von Hormus hieß es aus iranischen Kreisen Anfang der Woche, dass internationale Handelsschiffe, die in den 60 Tagen, in denen die Gespräche stattfinden, durch die Wasserstraße fahren, keine Gebühren für den Transit zahlen müssen. Danach wollen Iran und Oman allerdings für die Durchfahrt durch die Meerenge Gebühren für bestimmte Dienstleistungen verlangen, wie beispielsweise Sicherheit, Navigation oder auch Versicherung.

 

Heizöl günstiger erwartet
Mit Handelsauftakt an den europäischen Rohstoffbörsen geben die Ölfutures an der ICE nun weiter nach, was sich auch in den Erwartungen für die Inlandspreise widerspiegelt. So können Verbraucherinnen und Verbraucher im bundesweiten durchschnitt derzeit bei Heizöl mit Abschlägen von -0,90 bis -1,50 Euro pro 100 Liter gegenüber Montagvormittag rechnen. Dabei wird die Preisentwicklung der kommenden Stunden und Tage weiterhin maßgeblich von den Schlagzeilen zum Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran abhängen, stärkere Schwankungen sind daher je nach Nachrichtenlage nicht auszuschließen.