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Preisstatistik: Heizölpreise auf Wochensicht kaum verändert

November 3, 2023

Die Preise an den Ölbörsen hatten zum Wochenbeginn zunächst noch kurz nachgegeben. Dazu hatten die von US-Präsident Trump angekündigten russischen Diesel-Exporte gesorgt, vielmehr aber wohl auch die Tatsache, dass Hurrikan Isaias über die US-Ölanlagen im Golf von Mexiko sowie an der US-Golfküste hinweggezogen war, ohne größere Schäden zu verursachen. Schon im Verlauf des Vormittags legten die Preise allerdings wieder zu, was in erster Linie an den geopolitischen Konflikten lag.

 

Huthi-Miliz nimmt Riad ins Visier
So waren die Marktteilnehmer zum einen beunruhigt wegen der Angriffe der Huthi-Miliz auf Ziele in Saudi-Arabien. In der Hauptstadt Riad, wo diese Woche der World Petroleum Congress (WPC) stattfindet, war dabei der Flughafen zum Ziel der Miliz geworden. Der Angriff forderte mehrere Todesopfer und führte unter anderem dazu, dass einige hochrangige Vertreter der internationalen Ölindustrie, die beim WPC eigentlich vor das Rednerpult treten sollten, nicht an der Veranstaltung teilnehmen konnten.

 

Die Worte des saudischen Energieministers, der im Rahmen der Veranstaltung eine Steigerung der Kapazitäten der Ost-West-Pipeline auf 10 Mio. B/T binnen der nächsten zwei bis drei Jahre in Aussicht stellte, dämpften den Preisanstieg an den Ölbörsen kaum. Schließlich bleibt erst einmal abzuwarten, ob die Anlage nicht im Verlauf des aktuellen Konflikts von den Huthi nicht noch weitere Male angegriffen und beschädigt wird.

 

Kiew wirft Russland weitere Angriffe auf Energieanlagen vor
Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine sorgte an den Ölbörsen am gestrigen Montag ebenfalls für neuen Auftrieb. Nachdem US-Präsident Trump am Wochenende noch verkündet hatte, die beiden Länder hätten sich darauf geeinigt, die Energieanlagen des jeweils anderen nicht mehr anzugreifen, warf Kiew Russland bereits zum Wochenbeginn erneute Anschläge auf die ukrainische Energieinfrastruktur vor. So bleibt die Frage, ob Russland die von Trump angekündigten Diesel-Exporte überhaupt realisieren kann, sollte die Ukraine ebenfalls wieder intensive Angriffe auf die russischen Energieanlagen durchführen.

 

Ölpreise starten heute niedriger – Heizöl dennoch teurer erwartet
Nach dem erneuten Anstieg, den die Ölpreise an den Börsen gestern vollzogen, notieren sie heute Morgen unterhalb der Vortageshochs. Bis zu den Tiefs von Montagmorgen haben sie jedoch ebenfalls noch Spielraum. So müssen die Verbraucherinnen und Verbraucher in der Bundesrepublik heute erneut mit Preisaufschlägen von +0,20 bis +1,15 Euro pro 100 Liter Heizöl rechnen. Diese Preise sind jedoch nur eine Momentaufnahme und können sich anhand geopolitischer und markttechnischer Entwicklungen jederzeit ändern.