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Preisstatistik: Heizöl bleibt günstiger als in den Vorjahren

November 3, 2023

Die Ölmärkte sind auch zum Start in die neue Woche weiterhin von Unsicherheiten und geopolitischem Wirrwarr rund um den USA-Iran-Konflikt aber auch die Spannungen in Russland und der Ukraine belastet und betroffen. Dabei sorgten anhaltende Angriffe in beiden Kriegen für moderat gestiegene Preise im Wochenverlauf, die zum Start in die aktuelle Woche bereits wieder etwas sanken.

Kurzfristige Heizölpreisentwicklung
Nachdem die USA fast aus den Nichts eine Diesel-Vereinbarung mit Russland ankündigte, sorgte dies an den internationalen Energiemärkten für einiges an Entspannung, was die Preise für Öl und dessen Produkte spürbar sinken lies. Heizöl kostet in der Bundesrepublik in direkter Folge heute -4,34 Euro weniger als vergangenen Freitag. Dennoch gibt es auch leichte Preisaufschläge über +1,05 Euro gegenüber Montag vergangener Woche, und nahezu identische Anstiege von +1,04 Euro im Vergleich zu vor einem Monat.

Langfristige Preisentwicklung
Bei den längerfristigen Preisentwicklungen zeigen sich auch heute deutliche Preisanstiege über +28,91 Euro gegenüber dem Anfang der Sommersaison, als sich die Spannungen im Nahen Osten zwischenzeitig etwas beruhigt hatten. Deutlicher erkennbar sind die starken Preiserhöhungen bei Heizöl mit Blick auf die vergangenen beiden Jahre. So kostet das Ölprodukt in der Bundesrepublik aktuell +75,23 Euro mehr als vor einem Jahr und +72,00 Euro mehr als Mitte Oktober 2024.

 

Was spricht aktuell für steigende Preise?
– Iran verstärkt Angriffe auf Tanker in der Straße von Hormus
In den letzten beiden Wochen haben die Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus, einer wichtigen See-Handelsroute südlich des Iran, deutlich zugenommen. Die Angriffe machen den Öltransport aus und in den Nahen Osten deutlich schwieriger und bringen Sorgen vor Einschränkungen am Ölmarkt aufgrund ausfallender Lieferungen mit sich.

Was spricht aktuell für sinkende Preise?
– Russland lockert Diesel-Exportverbot nach US-Vereinbarung
Vergangenes Wochenende haben die USA und Russland eine überraschende Vereinbarung zur Wiederaufnahme russischer Diesellieferungen getroffen. Vorerst sollen 500.000 Tonnen Kraftstoff auf den Weltmarkt gebracht werden, was die globalen Märkte kurzzeitig deutlich entlasten würde. Einige Händler bleiben dennoch vorsichtig und skeptisch.

– Trump verkündet „Energie-Waffenruhe“ zwischen Ukraine und Russland
Am Sonntag verkündete der US-Präsident eine „Energie-Waffenruhe“ auf die sich Russland und die Ukraine geeinigt hätten. Die Ukraine zeigte sich überrascht aber grundsätzlich positiv zur Meldung. Seitdem wurden jedoch bereits wieder vermeintliche Angriffe auf Energieziele der Ukraine gemeldet, sodass die Waffenruhe allemal instabil sein dürfte.

Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt. Außerdem fallen durch Transportkosten die Preise regional unterschiedlich aus. Stand der Preise 12.10.2026