Preisstatistik: CO2-Abgabe verteuert Heizöl zum Jahresauftakt

November 3, 2023

Während die Spannungen rund um die Straße von Hormus in den letzten Tagen erheblich zugenommen hatten, wollen die USA nun doch weiterhin an technischen Gesprächen und Friedensverhandlungen festhalten. Das dämpft die schlimmsten Sorgen vor weiteren Eskalationen und ließ die Preise an den Ölbörsen am Donnerstagabend deutlich sinken.

US-Iran-Gespräche sollen fortgesetzt werden
Einem US-Regierungsvertreter zufolge sollen die technischen Friedensgespräche und Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran trotz der Auseinandersetzungen der letzten Tage weiterhin fortgesetzt werden. Einem saudischen Bericht vergangener Woche zufolge sollten die nächsten Gespräche zwischen Vertretern aus den Hauptstädten Teheran und Washington am 18. Juli stattfinden, das Datum wurde jedoch weder von iranischen, noch von US-Vertretern bestätigt, alternative Daten wurden bislang nicht genannt.

Die schiere Aussicht auf neue Gespräche ließ die Ölbörsen jedoch direkt deutlich entspannen, zeigt es doch, dass zumindest die USA weiterhin versuchen will den Konflikt beizulegen und die Schifffahrt durch den Nahen Osten zu sichern. Die Seeroute durch die Straße von Hormus, eine Wasserstraße südlich des Iran, ist eine der wichtigsten Handels- und Frachtrouten der ganzen Welt, durch welche in den letzten Jahren durchschnittlich 20% der täglichen Öltransporte geschickt wurden.

Unsicherheit zum freien Schiffsverkehr in der Straße von Hormus
Doch selbst wenn die Konflikte sich wieder beruhigen sollten bleibt die Frage, wie die Öltransporte fortgesetzt werden sollen. So ist der Iran erpicht darauf, die eigene, totale Kontrolle über die Meerenge im Süden des Landes zu erhalten und Zollgebühren für die Schifffahrt zu erheben, was aufgrund von internationalem Seerecht jedoch verboten wäre. Vertreter des Oman, südlich der Wasserstraße, wollen hingegen keine Zwangsmaut erheben sondern stattdessen Servicegebühren mit Dienstleistungen wie Leuchttürmen und See-Nothilfen auf der Handelsroute verbinden.

Während die USA und viele andere Nahost-Länder zuletzt noch darauf erpicht waren, den Verkehr in der Handelsstraße komplett frei zu halten, bleibt die Unsicherheit, ob ein solches Vorhaben aktuell möglich ist und letztlich durchgeführt wird, was ein großer Punkt der Spannungen zwischen den USA und dem Iran ist. Sollten die Friedensgespräche weiterlaufen, wird die Gebührenerhebung im Frachtverkehr durch die Straße von Hormus einer der größten Diskussionspunkte sein.

Heizölpreise etwas günstiger zum Wochenende
Die Aussagen aus den USA lassen die Ölmärkte ein bisschen entspannen und heben den Optimismus darauf, dass die Öltransporte aus dem Nahen Osten doch schnell wieder aufgenommen werden. Die Entspannung am Markt sorgt für leichte Preisrückgänge, weshalb Heizöl-Abnehmer in der Bundesrepublik derzeit mit leichten Preisabschlägen von durchschnittlich -0,35 bis -0,95 Euro pro 100 Liter gegenüber Donnerstagvormittag rechnen können.