
Mit konstruktiven Meldungen zu den US/Iran-Verhandlungen und der daraus resultierende Öffnung der Straße von Hormus haben sind die börsengehandelten Rohölpreise in den letzten Tagen so stark gesunken, dass sie fast schon wieder das Vorkriegsniveau erreicht haben. Bei den Produktkontrakten, die für die Heizölpreisentwicklung ausschlaggebend sind, etabliert sich hingegen aktuell eine Seitwärtsbewegung, die im Inland heute für leichte Preisaufschläge sorgt.
Tankerstau im Persischen Golf löst sich auf
Seit Monatsbeginn haben aber auch die börsengehandelten Produktkontrakte spürbar nachgegeben, denn am Markt überwiegt die Hoffnung, dass der Konflikt am Persischen Golf tatsächlich dauerhaft gelöst werden kann und sich die Exportströme durch die Straße von Hormus in den kommenden Wochen und Monaten wieder stabilisieren werden. Bisher sieht es tatsächlich danach aus, dass sich der Tankerstau in der Region mehr und mehr auflöst.
Experten und Marktbeobachter warnen aber weiterhin davor, zu optimistisch zu werden, denn sowohl die USA, als auch der Iran haben in den letzten Wochen immer wieder betont, dass die Verhandlungen ganz schnell wieder vorbei sein könnten, sollte die Gegenseite Vereinbarungen brechen.
Trump: Iran garantiert kostenfreie Passage
Erst gestern postete Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social, dass der Iran sich verpflichtet hätte, keine Gebühren für die Passage durch Hormus zu erheben. Sollte Teheran dem zuwider handeln, würden die Verhandlungen sofort abgebrochen, so der Präsident. Hintergrund ist das vom Iran angestrebte Mautsystem für die Meerenge, das von den USA strikt abgelehnt wird.
Heizölpreise leicht fester
Bei den Heizölpreisen bleiben die Vorgaben heute uneinheitlich. Während an den Börsen die Rohölpreise nachgeben, orientieren sich die Produktfutures eher seitwärts. Der schwache Euro begünstigt hingegen höhere Preise, so dass sich Verbraucherinnen und Verbraucher im bundesweiten Durchschnitt auf Aufschläge von +0,70 bis +1,30 Euro pro 100 Liter im Vergleich zu gestern einstellen müssen.
