Ölpreise weiter im Aufwind – Aussicht auf weitere US-Zinssenkung stützt – Heizöl abermals teurer

November 3, 2023

Die Spannungen zwischen dem Iran und den USA schaukeln sich erneut hoch. Die wiederholten Eskalationen und Anfeindungen der beiden Länder nahmen insbesondere in den letzten 36 Stunden drastisch zu. Während der Ölmarkt dadurch zwar etwas nervös und leicht aufgeschreckt reagiert, bleiben die Auswirkungen auf den Ölpreis, trotz einer angedrohten Vollsperre der Handelsroute „Straße von Hormus“, im Verhältnis zum frühen Konfliktverlauf eher moderat.

USA fährt Angriffe gegen Iran hoch
Nachdem es bereits in der Nacht zum Mittwoch zu Angriffen der USA gegen iranische Stellungen kam, aufgrund eines iranischen Angriffs gegen einen amerikanischen Militärhubschrauber, setzten sich die Eskalationen in der Nacht zum Donnerstag wieder fort. So erklärte das US-Zentralkommando Centcom, man habe auf Befehl von US-Präsident weitere Angriffe gegen iranische Ziele gestartet. Diese Angriffe seien „einer Reaktion auf die ungerechtfertigte und anhaltende Aggression des Irans“.

Iran droht mit Vollsperrung der Straße von Hormus
Iranischen Aussagen zufolge soll die Durchfahrt durch die Straße von Hormus aufgrund der „veränderten Sicherheitslage“ im Rahmen der wachsenden Eskalationen für jegliche Formen des Handels und der Schifffahrt „mit sofortiger Wirkung“ gesperrt werden. So soll jedes Schiff angegriffen werden, das die für den internationalen Handel wichtige Wasserstraße zwischen dem Nahen Osten und dem indischen Ozean zu durchfahren versuche. Die USA widersprach den Angaben des Iran und erklärte, dass es keine Vollsperrung gebe.

Auswirkung auf die Ölbörsen sehr verhalten
Hatten solche Ankündigungen durch den Iran in den vergangenen Monaten noch für rasante Preisanstiege bei den Ölmärkten gesorgt, bleib die Reaktion in den letzten beiden Tagen eher verhalten. So gab es in der Nacht zum Donnerstag zwar moderate Preisanstiege an den Börsen, diese verfielen bis zum Vormittagshandel jedoch schon wieder zu großen Teilen. Es scheint als wären die Märkte mittlerweile an einem Punkt angekommen, an dem Drohungen alleine nicht mehr ausreichen, um nachhaltigen Einfluss auf die Preisentwicklungen zu nehmen.

Heizölpreise mit leichten Aufschlägen erwartet
Die aktuellen Entwicklungen im Nahostkonflikt brachten in der Nacht zum Donnerstag deutliche Preisanstiege an den Ölbörsen, welche jedoch schon zu großen Teilen wieder verfallen sind. Nichtsdestotrotz muss am Donnerstagvormittag mit leichten Aufpreisen beim Kauf von Heizöl in der Bundesrepublik gerechnet werden. Diese werden aktuell bei etwa +1,50 bis +2,10 Euro pro 100 Liter im Vergleich zu Mittwochvormittag erwartet.