Ölpreise starten nach Vier-Wochen-Rallye im Minus – Heizöl zum Wochenstart günstiger

November 3, 2023

Im Lauf des Donnerstags kam es zu starken Schwankungen an den Ölbörsen und entsprechend auch den Heizölpreisen. Die Staatsführung des Iran sprach sich dazu aus, dass man unbedingt Uranvorräte im Land behalten will. Genau dies war jedoch Ende Februar einer der ausschlaggebendsten Punkte der USA für den Konfliktstart. Gleichzeitig kamen Meldungen von Iran-Sprechern und Diplomaten, dass Mautsysteme für die Durchfahrt der (See-)Straße von Hormus in Planung seien.

Iran besteht auf Uran-Lagerung
Während es in den letzten Tagen bis einschließlich Donnerstagmittag noch so aussah, als kämen sich die USA und der Iran bei den aktuellen Friedensverhandlungen näher, brach das Vertrauen deutlich als Irans Staatsoberhaupt ankündige, man werde kein angereichertes Uran aus dem Land entfernen lassen. So meldeten Insider, dass das Land befürchte, sich so angreifbarer zu machen und deshalb darauf erpicht ist, weiterhin angereichertes Uran zu behalten.

Nach ehemals bestehenden Atomverhandlungen ist die Anreicherung von Uran strengstens von verschiedenen Seiten zu kontrollieren. Der Iran brach diese internationalen Regeln mehrfach. Gleichzeitig soll eine Ausfuhr von bereits angereichertem Uran verboten werden, was klar gegen einen der wichtigsten Verhandlungspunkte der USA im Rahmen des Nahostkonflikts spielt. Wie die USA damit umgehen will, bleibt derzeit noch offen.

Iran will Transitgebühren in der Straße von Hormus normalisieren
Ein weiterer großer Diskussionspunkt im aktuellen Konflikt ist die einseitige Besitznahme der Straße von Hormus durch den Iran. Das Land blockiert aktuell die Durchfahrt durch die Seestraße, welche eine der wichtigsten weltweiten Handelsrouten ist, insbesondere im Transport von Rohöl. Aktuell sieht es so aus als wolle der Iran die Durchfahrt in naher Zukunft wieder erlauben – aber erst nach der Einrichtung klarer Zollgebühren und genauer Dokumentationen aller Schiffe, die die Meerenge passieren wollen.

Dies widerspreche jedoch nicht nur internationalem Seerecht, da die Straße von Hormus keinem Land gehört sondern als unabhängiger Raum zählt, sondern geht auch klar gegen die Voraussetzungen der USA und anderer Nahost-Länder im aktuellen Konflikt. „Wir wollen, dass sie offen bleibt, wir wollen freien Zugang, wir wollen keine Gebühren“, erklärte US-Präsident Trump am Donnerstag. „Es handelt sich um eine internationale Wasserstraße. Derzeit werden dort keine Gebühren erhoben.

Heizölpreise etwas günstiger erwartet
Die aktuell neu aufgetretenen Spannungen in zentralen Verhandlungsthemen zwischen den USA und dem Iran ließen die Preise an den Ölbörsen gestern zeitweise wild schwanken. Mittlerweile beruhigte sich die Lage wieder etwas. Mit dieser Ruhe wird aktuell auch bei Heizöl ein leichter Preisrückgang erwartet, Vorhersagen zufolge dürfte dieser in der Bundesrepublik bei durchschnittlich -0,60 bis -1,30 Euro pro 100 Liter gegenüber Donnerstagvormittag liegen.