Ölpreise mit Gegenbewegung – Ebbe bei E-Fahrzeugen – Heizöl legt leicht zu

November 3, 2023

Über die vergangene Woche hinweg sind die Ölpreise insgesamt gestiegen, insbesondere zum Wochenbeginn, als Spannungen im Iran und Unsicherheiten zur Freigabe venezolanischer Ölexporte die Märkte belastet haben. Besonders im Vergleich zum Jahresende 2025 werden deshalb aktuell wieder deutlich höhere Ölpreise gemeldet, auch wenn diese noch immer erheblich günstiger sind als in den Wintermonaten der vergangenen 4 Jahren.

Kurzfristige Heizölpreisentwicklung
Die durchschnittlichen Heizölpreise der Bundesrepublik sind aktuell knappe -0,31 Euro günstiger als zum vergangenen Wochenende. Dennoch stiegen die Preise in den letzten Wochen erheblich an, weshalb Heizöl zurzeit im Schnitt +1,64 Euro teurer ist als vergangenen Montag. Vor genau einem Monat lagen die Preise in der Bundesrepublik auf einem 4-Jahres-Tief, durch die Vielzahl geopolitischer Spannungen ist der Heizölpreis seitdem um +6,06 Euro angestiegen.

Langfristige Preisentwicklung
Blicken wir auf die Preise der vergangenen Herbstsaison, zahlen Abnehmer von Heizöl aktuell knapp +3,56 Euro mehr als Mitte Oktober. Auf wirklich langfristige Sicht sind Öl und seine Produkte dennoch günstiger als in den Vorjahren. So kostet Heizöl aktuell, im Vergleich zu Januar 2025, -12,70 Euro weniger, und auch gegenüber 2024 ist das Produkt derzeit-10,24 Euro günstiger.

 


Was spricht für aktuell steigende Preise?
– Anhaltender Konflikt zwischen Ukraine und Russland
Die Spannungen und Angriffe zwischen den beiden Ländern weiten sich aktuell immer weiter auf Handelsrouten in und um das Schwarze Meer aus, was Risikoprämien und Frachtkosten steigen lässt.

– China meldet Rekord-Ölimporte und Raffineriedurchsatz
Aus China kamen zuletzt Meldungen, laut denen der Ölbedarf des Landes stärker angestiegen ist als vielerorts vermutet. Die hohe Nachfrage setzt dabei, wenn auch nicht allzu stark, das Ölangebot unter Druck.


Was spricht für aktuell sinkende Preise?
– Venezuelas Ölexporte und Produktion wieder online
Venezuela konnte seine Ölexporte wieder ansteigen, zu großen Teilen wandern die Waren derzeit in die USA, aber auch direkte Transporte, unter anderem nach Indien, werden bereits besprochen und geplant .

– Lage im Iran beruhigt sich, Risikoprämie sinkt
Die schlimmsten Anspannungen zwischen den USA und dem Iran scheinen sich aktuell zu beruhigen. Dadurch werden die Lieferrouten im Nahen Osten wieder als sicherer eingestuft, was den Rohölpreis und damit die Ölproduktpreise sinken lässt.

– Deutliche Überversorgung am Ölmarkt
Zuletzt häufen sich die Meldungen, nach denen Experten am Ölmarkt eine weiterhin steigende Überversorgung und damit insgesamt sinkende Ölpreise bis einschließlich Anfang 2027 erwarten.

 

Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt. Außerdem fallen durch Transportkosten die Preise regional unterschiedlich aus. Stand der Preise 19.01.2026