Ölmärkte stoppen Talfahrt – OPEC vor schwierigen Zeiten – Heizölpreise kaum verändert

November 3, 2023

Die Konflikte und Diskussionen im Nahen Osten heizen sich weiter auf. Nach Iran-geführten Blockaden und einer kurzen Waffenruhe soll nun eine Blockade der iranischen Exporte durch die USA folgen. Das ständige Durcheinander zu Frieden und Eskalationen, während mitunter durch Israel weiter Angriffe stattfinden, sorgt für Chaos bei den Ölbörsen und lies die Rohölpreise zuletzt wieder ansteigen.

Kurzfristige Heizölpreisentwicklung
Zum Wochenstart wurden erneut Preisanstiege an den globalen Ölbörsen gemeldet. Das sorgte aufgrund des starken Einfluss auf die weltweiten Rohöl- und Ölproduktmärkte auch für höhere Heizölpreise in der Bundesrepublik. Diese liegen derzeit +4,48 Euro höher als vergangenen Freitag. Im Vergleich zum Vorwochenbeginn gab es dennoch erhebliche Preisrückgänge von -9,92 Euro, da die gestartete Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran in der Theorie noch fortbesteht. Gegenüber Mitte März kostet Heizöl aktuell +14,26 Euro mehr.

Langfristige Preisentwicklung
Die langfristige Preisentwicklung verdeutlicht weiterhin den erheblichen Preisanstieg im Rahmen des Nahost-Konflikts. So kosten 100 Liter Heizöl derzeit durchschnittlich rund +60,50 Euro mehr als noch zu Jahresbeginn. Im direkten Vergleich zu April 2025 stieg der Heizölpreis für die selbe Abnahmemenge um etwa +62,40 Euro, gegenüber April 2024 zahlen Abnehmer aktuell +44,37 Euro Aufschlag.

Was spricht aktuell für steigende Preise?
– USA plant Blockade der Iran-Exporte durch Straße von Hormus
Nachdem der Iran zuletzt die Durchfahrt durch die Seeroute der Straße von Hormus im Nahen Osten erheblich einschränkte, will nun die USA die Exporte des Irans ebenfalls blockieren. Genaue Pläne hierzu sollen noch Montagnachmittag öffentlich gemacht werden.

– Iran-USA-Verhandlungen vorerst fehlgeschlagen
Nachdem potentielle Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran am Samstag nach kurzer Zeit wieder abgebrochen wurden, meldet die USA zwar Offenheit für neue Verhandlungen, akzeptiere es jedoch auch, wenn ein „verzweifelter“ Iran nicht an den Verhandlungstisch zurückkehren wolle.

Was spricht aktuell für sinkende Preise?
– Ölkartell OPEC+ beschließt Förderanhebung für Mai
Eine Untergruppe des Ölkartells OPEC kündigte geplante Ölproduktionsanstiege von +206.000 B/T für Mai an. Während dies einen kleinen Teil der schwächelnden Exporte aus dem Nahen Osten auffangen könnte, wird der echte Nutzen der Produktionsanstiege durch die Märkte eher als Tropfen auf dem heißen Stein angesehen.

Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt. Außerdem fallen durch Transportkosten die Preise regional unterschiedlich aus. Stand der Preise 13.04.2026