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Niedrigste Kraftstoffpreise des Jahres im August – Jahrestiefststand bei Diesel am 29. und bei Super E10 am 30. August

November 3, 2023

An den Ölmärkten kam es gestern zeitweise zu deutlichen Preisrückgängen, als sich Aussagen zu Exporterholungen aus dem Nahen Osten und Stärkungen der Dieseltransporte Russlands häuften. Als sich kurz darauf Meldungen ergaben, dass man in Moskau bereit für Dreiergespräche mit Vertretern der USA und Ukraine bereit sei, kam wieder ein bisschen Hoffnung am Markt auf eine Friedensfindung im Konflikt auf. Der daraus entstandene Preisrutsch hielt jedoch nicht lange an, da neue Sorgen zu Eskalationen im Nahostkonflikt zustande kamen.

Russland erklärt Bereitschaft zu Dreier-Gesprächen, Erfolg noch unklar
Überraschenderweise kam es gestern zu Meldungen, dass sowohl die Ukraine als auch Russland zu direkten Gesprächen rund um den bisherigen Konflikt und die Friedenssuche bereit seien. Diese sollen aller Voraussicht nach zwischen Unterhändlern der Länder geführt werden, aber ohne dass die Informationen durch vermittelnde Länder weitergetragen sondern direkt zwischen den Konfliktparteien besprochen werden.

Ein neues Treffen könnte bereits im kommenden Monat stattfinden. Wie zielführend die Verhandlungen letztlich werden, ist aktuell nicht abzuschätzen und wird von Politikexperten derzeit ebenfalls mit Skepsis beäugt. So zeigten Friedensversuche in Form eines durch die USA ausgerufenen Angriffsstopps auf Energieanlagen zwischen Russland und der Ukraine Anfang Oktober keinen Erfolg, als Russland seine Angriffe weiter aufrecht hielt, bevor die Ukraine nach drei Tagen Pause ebenfalls wieder in die Offensive ging.

Analysten fürchten Eskalationen rund um den Iran
Während die Angriffe rund um den Iran sowie gegen Saudi-Arabien durch die jemenitische Huthi-Miliz weiter fortgesetzt werden, blicken Analysten und Experten unruhig auf die Reaktion der USA. So ließ das US-Außenministerium zuletzt alles nicht-notwendige Personal aus seinen Einrichtungen in der Region evakuieren, insbesondere Familienangehörige der stationierten Arbeiter und Soldaten. Ob es sich hierbei wirklich nur um eine Sicherheitsmaßnahme handelt, wird derzeit sehr genau beobachtet.

So kam es in der Vergangenheit bereits vor, dass nach solchen Rückziehungen von Personal umfassende, schwere Angriffe gegen entsprechend feindliche Parteien durchgeführt wurden. Analysten von ANZ Research befürchten deshalb, dass die jüngsten Entwicklungen darauf deuten, dass im Hintergrund mehr geplant werden könnte. „Spekulationen über gemeinsame Angriffspläne der USA und Israel nehmen zu“, fasste ANZ Research die Entwicklungen zusammen.

Spannungen zwischen Kriegssorgen und Friedenssuche – Heizöl wird günstiger
Die Preise an den Ölbörsen finden sich aktuell in einem wilden Auf und Ab der geopolitischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten. Dabei kam es gestern Abend bei den Ölprodukt-Märkten zu deutlichen Preisrückgängen, die sich zwar im bisherigen Tagesverlauf verkleinerten, aber dennoch für Preisnachlässe bei Heizöl sorgen. In direkter Folge dürfen Abnehmerinnen und Abnehmer in der Bundesrepublik heute mit Preisnachlässen über durchschnittlich -1,50 bis -2,50 Euro pro 100 Liter rechnen. Diese Preise sind jedoch nur eine Momentaufnahme und können sich daher im Tagesverlauf und je nach Entwicklung am Weltmarkt jederzeit wieder ändern.