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Nach Eskalation: USA verhängen neue Sanktionen gegen den Iran – Heizölpreise geben weiter nach

November 3, 2023

An den Rohöl- und Ölproduktmärkten kam es in den letzten Tagen wieder zu teils deutlichen Preisschwankungen. Während geopolitische Friedens- und Verhandlungsversuche kaum bis eher unsicher und zaghaft vorankommen, versuchen verschiedene Länder, die Versorgung am Markt auf unterschiedlichste Weise zu sichern. Von Exportsperren über Freigaben staatlicher Reserven bis zu neuen Exportwegen und Handelsgesprächen suchen die Unternehmen und Länder nach Wegen, Versorgung und Einnahmen gleichermaßen stabil zu halten.

Kurzfristige Heizölpreisentwicklung
Über die vergangene Woche kam es zu teils deutlichen Schwankungen bei den Energiepreisen. So kosten 100 Liter Heizöl im bundesweiten Durchschnitt am Montagmorgen +0,60 Euro mehr als am Freitag vor dem Start ins Wochenende. Dennoch sind die aktuellen Preise -5,03 Euro günstiger als am Montag vor einer Woche. Blicken wir einen Monat nach hinten, zahlen Käufer von Heizöl zurzeit +12,43 Euro mehr als Anfang September.

Langfristige Preisentwicklung
In der längerfristigen Entwicklung stehen weiterhin die hohen Preisanstiege im Konfliktverlauf im Nahen Osten sowie der Russland-Ukraine-Krieg im Fokus. So kosten 100 Liter Heizöl aktuell +45,18 Euro mehr als im Frühsommer Anfang Juli. Mit Blick auf die vergangenen beiden Jahre, vor dem aktuell herrschenden Krieg rund um den Iran, zahlen Heizölkäufer im deutschlandweiten Durchschnitt aktuell +74,31 Euro mehr als im Oktober 2025 und +71,31 Euro mehr als vor zwei Jahren.

 

Was spricht aktuell für steigende Preise?
– USA verstärken Militärpräsenz im Nahen Osten
Meldungen aus dem Weißen Haus zufolge lässt die USA derzeit einen weiteren Flugzeugträger mit voller Besatzung und Einsatzbereitschaft in Richtung Nahost bringen, um mögliche Angriffe und Verteidigungen nahe der Straße von Hormus zu verstärken.

– Russland verlängert Treibstoff-Exportverbote
Schon seit Monaten ist in Russland ein Exportverbot von Diesel und Benzin aktiv. Während der Stopp von Diesel ursprünglich bis Ende September angegeben wurde, verlängerte man ihn letzte Woche noch bis mindestens Ende Oktober. Benzinausfuhren sollen noch bis Jahresende stark eingeschränkt bleiben.

Was spricht aktuell für sinkende Preise?
– G7-Staaten geben 100 Mio. Barrel aus strategischen Reserven frei

Vergangenen Freitag bestätigten die G7-Staaten die Freigabe von 50 Mio. Barrel Rohöl und 50 Mio. Barrel Diesel, um den hohen Preisen am Markt etwas gegen zu steuern. Die Mengen sollen möglichst zeitnah freigegeben und auf den Markt gebracht werden.

– USA und Iran wollen an Deeskalationsplänen verhandeln
Die Regierungen des Iran und der USA wollen weiterhin an einer Friedensfindung arbeiten und planen hierfür aktuell einen „Deeskalationsplan“. Dieser soll Vertrauen zwischen den Ländern schaffen und die weitere Friedensfindung vereinfachen.

Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt. Außerdem fallen durch Transportkosten die Preise regional unterschiedlich aus. Stand der Preise 05.10.2026