Marschiert Israel in den Libanon ein? – Heizöl etwas teurer

November 3, 2023

Die Ölmärkte bleiben auch vor dem Wochenende nervös und unsicher, während die USA ihren Griff gegen den Iran weiter festigen will. Während die Ölmärkte dabei vorsichtig bleiben und die Preisentwicklungen immer wieder von moderatem Auf und Ab betroffen sind, bleiben die Reaktionen weitaus entspannter als zum Krisenbeginn, zu dem die USA sehr viel aggressiver auf Angriffe gesetzt hat als in den letzten Tagen.

USA plant wirtschaftliche Isolierung des Iran
Bereits früher diese Woche kündigte der US-Präsident eine umfassende wirtschaftliche Isolierung des Iran an, sollte das Land nicht zeitnah seine Angriffe auf Ölindustrien und Schiffe in und um die Straße von Hormus beenden und die Blockade von Transporten anderer Länder auflösen. Da der Iran hierzu noch nicht klein beigab, kündigte US-Finanzminister Scott Bessent am Donnerstagabend in einem Interview mit dem Nachrichtensender CNBC an, dass am Montag klare Details zu den neuen Sanktions- und Isolationsplänen veröffentlicht werden sollen.

In einer ersten Zusammenfassung erklärte Bessent, dass die Isolationspläne auf Zusammenarbeit aller US-Verbündeten setzen, um unter gemeinsamer Koordination wirtschaftlichen Druck auf den Iran auszuüben. Auch eine indirekte Drohung rief er dabei mit aus: „Ihr seid entweder mit uns, oder gegen uns“, erklärte er, und rief dabei auf, dass auch China sich an die Vereinbarungen halten sollte, ohne genaue Details zu ebenjenen Vereinbarungen zu nennen.

China sieht eigene Wirtschaft und Ölversorgung in Gefahr
Die Regierung aus Peking rief schon vor der Veröffentlichung des Interviews mit CNBC dazu auf, dass die Konfliktparteien bitte dringlichst an einer Lösung auf diplomatischem Weg arbeiten sollten. „Sanktionen und Druck werden nicht dazu beitragen, das Problem zu lösen“, erklärte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums im Rahmen einer Pressekonferenz. China ist einer der größten Handels- und Wirtschaftspartner des Iran, und ist ebenso stark von iranischem Öl abhängig. Dementsprechend könnten Sanktionen und US-Sperren auch die Wirtschaft Chinas beeinflussen, was die Regierung in Peking vermeiden will.

Heizöl etwas günstiger erwartet
Das Auf und Ab der Ölpreise setzt sich weiter fort, während die Märkte immerhin ein wenig entspannter reagieren, jetzt wo die USA sich verstärkt auf wirtschaftliche Sanktionen statt direkte Angriffe gegen den Iran fokussiert. Im deutschen Heizölmarkt bringt diese indirekte Entspannung leichte Preisnachlässe, weshalb Abnehmerinnen und Abnehmer von Heizöl in der Bundesrepublik aktuell mit Abschlägen um -0,85 bis -1,45 Euro pro 100 Liter rechnen können. Diese Werte sind jedoch nur Momentaufnahmen und können aufgrund der unsicheren geopolitischen Lage jederzeit von Schwankungen betroffen sein.