Lösung in Nahost? Ölpreis bleibt weiter unter Druck! – Heizöl abermals moderat günstiger

November 3, 2023

Die börsengehandelten Rohölpreise bleiben in dieser Woche auf Richtungssuche. Inmitten widerstreitender geopolitischer Faktoren, längerfristiger Angebotssorgen und neuen Zollunsicherheiten warten die Marktteilnehmer aktuell lieber ab.  Bei den Inlandspreisen ergeben sich heute damit nur geringfügige Veränderungen gegenüber Montagvormittag.

 

Risikofaktor Iran nimmt ab, Grönland im Fokus
Während noch letzte Woche die Angst vor einem unmittelbar bevorstehenden US-Angriff auf den Iran für steigende Ölpreise gesorgt hatte, hat sich dieser Risikofaktor inzwischen wieder abgeschwächt. Die USA bleiben aber im Fokus, denn Donald Trumps Griff nach Grönland hat – über einige Ecken – auch am Ölmarkt für Unruhe gesorgt.

 

Trumps Anspruch auf Grönland löst neue Zollstreits aus
Denn der Streit um die zu Dänemark gehörende Insel hat die Zollstreits aus dem letzten Jahr wieder aufflammen lassen. So drohte der US-Präsident am Wochenende allen Ländern, die sich zwischen ihn und Grönland stellten, mit neuen Strafzöllen. Konkret hieße das 10% mehr Einfuhrzölle für Dänemark, Deutschland, Norwegen, Schweden, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande und Finnland – und das schon ab Anfang Februar.

 

Rede in Davos könnte für neue Unruhe sorgen
Morgen wird Donald Trump auf dem Internationalen Wirtschaftsforum in Davos erwartet, das gestern begonnen hat. Er wird dort eine Rede halten und könnte mit seinen Kommentaren durchaus für Wirbel sorgen – je nachdem, ob und wenn ja wie aggressiv er sich zur Causa Grönland äußert und ob er noch einmal mit neuen oder höheren Zöllen droht.

 

Zollkrieg trug 2025 maßgeblich zum Ölpreisrückgang bei
Erst letztes Jahr hatte Donald Trumps neue Handelsstrategie, für alles und jeden neue Strafzölle als Druckmittel zu verhängen, die Konjunkturerwartungen und damit auch die Nachfrageerwartungen am Ölmarkt massiv belastet. Die Ölpreise waren auch deswegen im letzten Jahr um rund 20 Prozent gefallen. Neue Strafzölle gegen die EU könnten also nicht nur die europäische und amerikanische Wirtschaft neu belasten, sondern auch die Ölbörsen.

 

Inlandspreise am Vormittag leicht teurer
Im Bundesgebiet schwankten die Heizölpreise in den letzten Tagen in eher enger Spanne. Heute zeichnen sich für die Verbraucherinnen und Verbraucher im Vergleich zu gestern Vormittag leichte Preisaufschläge von +0,05 bis +0,45 Euro/100l ab.