Öffnet in einem neuen Tab

Hoffnung auf Kriegsende – Ölpreise sinken deutlich – Heizöl deutlich günstiger

November 3, 2023

An den Ölbörsen überwiegt weiterhin die Sorge um einen neuen Kriegsausbruch im Nahen Osten, nachdem Donald Trump mehrfach mit erneuten Angriffen nach den US-Zwischenwahlen am 3. November gedroht hatte. Gleichzeitig haben aber auch die diplomatischen Bemühungen wieder an Fahrt aufgenommen.

 

Katar vermittelt neuen Vorschlag
So hat etwa Katar, das neben Pakistan und Oman schon seit Monaten als Vermittler zwischen den Kriegsparteien fungiert, offenbar schon am Sonntag einen Entwurf über ein neues Abkommen übermittelt, welches in Teheran aktuell geprüft wird. Es soll eine 7-Tage-Plan und „vertrauensbildende Maßnahmen“ enthalten. Konkreteres gab es bisher dazu nicht.

 

USA drängt auf Klärung der Atomfrage
Und auch die USA sind weiteren Gesprächen mit Teheran gegenüber nicht abgeneigt. Allerdings machte der US-Vizepräsident J.D. Vance gestern in einem Brief an den Chef des iranischen Sicherheitsrates nochmals klar, dass nur eine Einigung in der Atomfrage einen neuen US-Militärschlag abwenden könne.

 

Iran glaubt noch an Diplomatie
Irans Außenminister Abbas Aragtschi schrieb unterdessen in einem Beitrag auf der Kommunikationsplattform X, der Iran gebe der Diplomatie weiterhin eine Chance zum Erfolg. „Wir stehen weiterhin in engem und kontinuierlichem Kontakt mit Vermittlern, um Ideen zu prüfen, die die Umsetzung unseres 7-Tage-Plans […] gewährleisten können.“

 

Marktteilnehmer bleiben vorsichtig
An den Ölbörsen bleibt hingegen vor allem Verunsicherung spürbar. Die meisten Marktbeobachter rechnen auch weiterhin mit einem Militärschlag nach den US-Zwischenwahlen nächsten Dienstag und bleiben so lange in einer Abwartehaltung. Nachhaltige Preiskorrekturen nach unten erscheinen damit vor nächster Woche sehr unwahrscheinlich.

 

Inlandspreise in enger Spanne
Bei den Inlandspreisen ergeben sich heute im Vergleich zu gestern Vormittag immerhin leichte Abschläge im Bereich von
 -0,05 bis -1,05 Euro pro 100 Liter. Insgesamt bleibt der Heizölpreis im Bundesgebiet aber leider weiterhin auf hohem Niveau.