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Hoffnung auf Kriegsende – Ölpreise sinken deutlich – Heizöl deutlich günstiger

November 3, 2023

An den Ölmärkten bleiben weiterhin die Auseinandersetzungen im Nahen Osten im Fokus der Marktteilnehmer. Dabei meldete Saudi Arabien gestern neue, geplante Zusammenarbeiten mit nahen Ländern um Lagerplatz für Ölreserven und Exportmengen zu kaufen und aufzubauen. Gleichzeitig zieht das Land Mitarbeiter aus seinen Standorten zurück, wenn diese nicht zwingend für Arbeiten vor Ort gebraucht werden. Am markt bahnt sich damit eine gewisse Unruhe an, ob es bald zu schwerwiegenden Eskalationen im Nahen Osten rund um Saudi Arabien und den Iran kommen könnte.

Märkte besorgt vor Nahost-Evakuierungen – Zeichen für stärkere Eskalationen?
Bereits gestern zeigten sich die ersten Unsicherheiten zum Fortgang des Nahostkonflikts, als die USA damit anfing, nicht-kritische Mitarbeiter von ihren Anlagen und Behörden rund um Saudi Arabien zurückzuziehen und zu evakuieren. Gestern räumte auch die Saudi Aramco ihre Firmenzentrale und erklärte Mitarbeitern, dass diese ihre Arbeiten von Zuhause oder extern ausführen sollen, sofern dies auch nur irgendwie möglich sei. Die Firmengebäude des saudisch-staatlichen Energiekonzern Saudi Aramco wurden in den letzten Tagen häufiger zum Ziel von Angriffen der Huthi-Miliz.

Dennoch lösen die plötzlichen Evakuierungen Unsicherheiten aus, da sie ohne eine gezielte Angriffsdrohung geschahen und mehr als eine Woche nach den ersten Angriffen auf entsprechende Bürogebäude begonnen. Trader und Analysten fürchten, dass es sich um Anzeichen eines baldigen Angriffs der USA auf den Iran und vielleicht sogar die Huthi halten könnte. Sollte sich die Sorge bestätigen, müsste mit erheblichen Anpassungen in den Ölexporten rund um den Nahen Osten sowie erheblichen Gefahrenzuschlägen bei den Transporten gerechnet werden, was die Preise am Markt weiter in die Höhe treiben könnte.

Gleichzeitig muss bedacht werden, dass dies bislang nur Marktspekulationen sind. Die Stimmung in den USA zur Entwicklung des Nahostkonflikts steht jedoch auf wackeligen Beinen. So wird an einem Tag gesagt, dass man sich mit möglichen Angriffen und Verschärfungen des Konflikts, aber auch mit Friedensverhandlungen bis nach den Midterm-Wahlen am 3. November gedulden will. Gleichzeitig ist auch bekannt, wie unerwartet und spontan der US-Präsident in solchen Situationen reagieren kann. Auch diese Unsicherheit trägt zu den unruhigen Marktentwicklungen bei.

Sorgen und Ungewissheit treiben Heizölpreise hoch
Während noch nichts zu den kürzlichen Entwicklungen im Nahen Osten und insbesondere in Saudi Arabien sicher ist, bringt die Sorge vor Eskalationen einiges an Preisanstiegen mit sich. Dies betrifft auch die Kurse am deutschen Markt, weshalb Abnehmerinnen und Abnehmer von Heizöl in der Bundesrepublik aktuell mit Preisaufschlägen von +2,25 bis +3,25 Euro pro 100 Liter gegenüber Donnerstagvormittag rechnen müssen. Diese Preise sind jedoch nur Momentaufnahmen und können sich je nach Region und Entwicklung im Tagesverlauf weiter ändern.