Hoffnung auf höhere Nachfrage treibt Ölpreise – Heizöl zieht weiter an

November 3, 2023

Die schlimmsten Anspannungen zwischen den USA und dem Iran beruhigten sich etwas, nachdem die USA mögliche Angriffe vorerst ablehnte und der Iran Hinrichtungen und Tötungen in Bezug auf die aktuellen Demonstrationen eigenen Aussagen zufolge beendete. Das lässt die Ölbörsen vorerst etwas entspannen, was für niedrigere Rohölpreise an den Märkten sorgt. Aber auch die ersten, bestätigten US-Verkäufe von venezolanischem Öl unterstützen die sinkenden Preise am Markt.

USA bestätigen Verkauf von venezolanischem Öl
Kurz nachdem die USA Anfang Januar in Venezuela einfiel und Landespräsident Maduro festnahm, wurden Meldungen verbreitet, dass die USA 30-50 Mio. Barrel Rohöl von Venezuela erhalten und verkaufen soll. Der Erlös soll vom Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika gehalten und zum Wohl der USA und Venezuela genutzt werden.

Vergangenen Mittwoch wurde der Verkauf der ersten Charge von ebendiesem Öl bestätigt. Die Regierung in Washington bestätigte einen Verkauf in Höhe von etwa 500 Mio. Dollar, weitere sollen noch in den nächsten Tagen folgen. US-Energieminister Chris Wright erklärte dazu am Donnerstag, dass die Verkäufe des venezolanischen Öls einen 30 Prozent höheren Preis je Barrel erzielten, als Venezuela selbst vor der Festnahme von Maduro noch erreichte.

Gleichzeitig planen große Handelsunternehmen schon erste Verkäufe direkt aus Venezuela nach Indien und China. Diese sollen ersten Meldungen bereits in Vorbereitung sein und könnten ihre Zielhäfen ab März erreichen. Insidern zufolge sucht Indien hier noch nach genauen Freigaben um keine Sanktionen der USA zu riskieren, während einige Händler aktuell auf venezolanisches Öl eher verzichten wollen und lieber auf günstigeres, russisches und iranisches Öl setzen.

Heizöl etwas günstiger
Einige Spannungen am Weltmarkt, insbesondere rund um den Iran, lassen nach, und der Ölfluss aus Venezuela läuft sehr langsam wieder an. Das sorgt für etwas Entspannung an den Rohölbörsen, hat jedoch vorerst nur geringfügigen Einfluss auf den deutschen Heizölmarkt. Entsprechend liegen die Preise heute in enger Spanne mit leichten Abweichungen von -0,35 bis +0,05 Euro pro 100 Liter im Vergleich zu Donnerstagvormittag.