Heizölpreise setzen Seitwärtsbewegung fort

November 3, 2023

Die Friedensgespräche und Vereinbarungen zwischen den USA und dem Iran sind weiter im Gange, treffen jedoch immer wieder auf Widerstände. Damit entspannt sich die Lage im Vergleich zu den Vormonaten zwar weiter, während die Schifffahrt rund um die Meerenge der Straße von Hormus vergangenes Wochenende nur leicht anstieg. Dennoch bleibt eine gewisse Unsicherheit, da weiterhin Spannungen zwischen den USA und dem Iran, aber auch rund um den Libanon und Israel herrschen.

Kurzfristige Heizölpreisentwicklung
Die Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran verlaufen holprig aber mit gelegentlichen Erfolgen, weshalb die Preise an den Ölbörsen immer wieder leicht nach unten korrigiert werden, dabei in der vergangenen Woche jedoch nicht stabil genug blieben, um eine anhaltende Abwärtsbewegung zu zeigen. Entsprechend kostet Heizöl heute etwa genauso viel wie vergangenen Freitag, ist gegenüber letztem Montag jedoch durchschnittlich -2,41 Euro pro 100 Liter günstiger. Da die Lage jedoch deutlich optimistischer aussieht als noch vor einem Monat, sind die Heizölpreise in der Bundesrepublik heute -14,18 Euro günstiger als Ende Mai.

Langfristige Preisentwicklung
Bei den langfristigen Entwicklungen zeigt sich deutlich, wie weit wir noch von Vorkriegspreisen entfernt sind, wie deutlich näher man aber auch in den letzten Wochen und Monaten gekommen ist. So zahlen Heizölkäufer aktuell durchschnittlich -33,25 Euro weniger als vor 3 Monaten, zur frühen Zeit des Nahostkonflikts. Im Vergleich zu den letzten Jahren sind dennoch noch deutliche Preisanstiege zu verzeichnen. So kosten 100 Liter Heizöl in Deutschland aktuell rund 13,02 Euro mehr als im Juni 2025, und 10,19 Euro mehr als noch vor zwei Jahren.


Was spricht aktuell für steigende Preise?

– Trump-Drohungen und Hormus-Sperren sorgen für Anspannung
Sprachen die Märkte letzte Woche noch von Friedensabkommen und Öffnen der Straße von Hormus, kam es vergangenes Wochenende schon wieder zu Drohungen auf beiden Verhandlungsseiten. Die aktuelle Lage ist dabei zwar besser als noch vor wenigen Wochen, aber insgesamt dennoch unsicher und angespannt.

– Angriffe auf russische Ölanlagen nehmen weiter zu
Die Angriffe zwischen der Ukraine und Russland nahmen in den letzten Wochen wieder deutlich zu. Dabei kommt es immer wieder zu schweren Schäden an russischen Ölanlagen und Exportlinien, was die internationale Ölverfügbarkeit weiter einschränkt.


Was spricht aktuell für sinkenden Preise?

– USA/Iran-Gespräche scheinbar überraschend konstruktiv
Auch wenn es weiterhin Spannungen zu den Nahost-Friedensverhandlungen gibt, kommen sich beide Seiten näher und wollen mittels dedizierter Arbeitsgruppen weiter zusammenarbeiten. Auch der Schiffsverkehr rund um die Handelsroute der Straße von Hormus öffnete sich etwas, bleibt jedoch noch immer eingeschränkt.


Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt. Außerdem fallen durch Transportkosten die Preise regional unterschiedlich aus. Stand der Preise 22.06.2026