Heizöl heute etwas günstiger

November 3, 2023

Nachdem die Märkte am Donnerstagmorgen noch eher ruhig wirkten, ist der metaphorische Sack am Mittag komplett geplatzt. Meldungen aus den USA, Russland und dem Nahen Osten kamen Schlag auf Schlag und sorgten für erhebliche Unruhen bei den Marktteilnehmern, was an den Ölbörsen erhebliche Preisanstiege verursachte.

USA signalisiert längerfristigen Einsatz in Venezuela
Seit dem Angriff der USA auf Venezuela und dessen Regierung, kommen regelmäßig Fragen auf, wie sehr sich die USA in Südamerika noch einmischen und integrieren will, In einem Interview bestätigte der US-Präsident, dass der Einsatz vermutlich noch einige Jahre dauern wird und „nur die Zeit zeigen wird“ wie lange die USA Aufsicht über Venezuela und dessen Ölvorkommen halten wird. Das sorgt für Unsicherheit bei einst venezolanischen Kunden, insbesondere China zeigt sich hier zurzeit sehr unzufrieden und sucht neue Handelspartner außerhalb von Südamerika.

Tankerangriffe und neue Russland-Sanktionen
Gestern wurde ein Angriff auf einen russischen Tanker im Schwarzen Meer nahe der türkischen Küste gemeldet. Was einst als „sichere“ Route für Schiffe mit sanktioniertem, russischen Öl zählte, wird damit immer unsicherer. Wer genau den Angriff gestartet hat ist aktuell noch unklar, auch wenn vielerorts von einem Angriff der Ukraine ausgegangen wird. Sollte das stimmen, wäre es schon der fünfte Angriff auf russische Öltanker im Schwarzen Meer durch die Ukraine seit November 2025.

Zusätzlich wurde gestern ein neuer Gesetzesentwurf der USA für Sanktionen gegen Russland weitergebracht. „Dieses Gesetz wird es Präsident Trump ermöglichen, jene Länder zu bestrafen, die billiges russisches Öl kaufen und damit Putins Kriegsmaschinerie antreiben“, so der hinter dem Gesetz federführende Senator. Die notwendigen, parteiübergreifenden Abstimmungen, um das Gesetz zu festigen bevor es vollständig ausgearbeitet und durchgeführt wird, sollen nächste Woche stattfinden.

Proteste im Iran eskalieren weiter
Seit über einer Woche kommt es im Iran zu Protesten und Demonstrationen gegen das aktuelle Regime und allgemeine Lebensbedingungen im Land. Die Landesregierung wehrt sich teils unter schwerer Gewalt und wird dadurch auch vom US-Präsidenten stark angefeindet und unter Druck gesetzt, er droht sogar mit Angriffen gegen den Iran. An den Ölmärkten sorgen diese Unruhen derzeit für stärkere Preise, da Sorgen um die Ölproduktion und Exporte im Nahen Osten immer stärker werden.

Heizöl teurer
Da die weltpolitischen Unruhen vielerorts für Unsicherheiten sorgen und zeitgleich die Kältewelle in Deutschland einige Leute wohl doch unerwarteter getroffen hat als erwartet, kommt es bei den Heizölpreisen heute zu spürbaren Erhöhungen. Abnehmerinnen und Abnehmer in der Bundesrepublik müssen heute deshalb mit durchschnittlichen Preisaufschlägen in Höhe von etwa +1,30 bis +1,70 Euro pro 100 Liter im Vergleich zu Donnerstagvormittag rechnen.