Harris startet Wahlkampf und hat Ölindustrie im Visier – Heizölpreise mit Abschlägen

November 3, 2023

Wie gewonnen, so zerronnen, dürfte sich vielerorts an den Ölmärkten gedacht werden. Während im Laufe der vergangenen Woche vieles im Zeichen der Besserung der Entwicklungen im Nahen Osten angesehen werden konnte, brach dies mit einer Meldung des US-Präsidenten am Wochenende ab. Ihmzufolge seien die Forderungen des Iran nicht angemessen, weshalb eine endgültige Friedensvereinbarung und damit eine friedliche Öffnung der Straße von Hormus aktuell nicht möglich sei.

Kurzfristige Heizölpreisentwicklung
Die Meldung des US Präsidenten vom vergangenen Wochenende ließ die Öl- und Ölproduktpreise am weltweiten Markt wieder deutlich ansteigen, weshalb in der Bundesrepublik aktuell durchschnittliche Preisanstiege bei Heizöl über +4,xx Euro pro 100 Liter im Vergleich zu Freitagabend gemeldet werden. Gegenüber der Vorwoche sind die Kosten dennoch günstiger, mit Preisabschlägen zu vergangenem Freitag von -4,xx Euro. Mit Blick auf Mitte April zahlen Heizölkäufer derzeit -10,xx Euro weniger als vor einem Monat.

Langfristige Preisentwicklung
Die langfristigen Entwicklungen am Heizölpreis sind ähnlich wie schon in den letzten zwei Monaten von deutlichen Anstiegen geprägt. So zahlen Abnehmer von Heizöl aktuell +41,xx Euro mehr als noch vor drei Monaten. Blicken wir auf die Entwicklung der letzten beiden Jahre, kosten 100 Liter Heizöl im deutschlandweiten Durchschnitt aktuell +48,xx Euro mehr als vor einem Jahr, und +37,xx Euro mehr als Mitte Mai 2024.

 

Was spricht aktuell für steigende Preise?
– Trump lehnt Irans Verhandlungsvorschlag ab
Während es vergangene Woche noch Hoffnungen auf Frieden zwischen den USA und dem Iran gab, lösten sich diese vorübergehend wieder auf, als US-Präsident Donald Trump die Rahmenbedingungen des Iran in der Friedensfrage als „völlig inakzeptabel“ bezeichnete.

– Anhaltende Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus
In der vergangenen Woche gab es immer wieder Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus, als diese die Meerenge im Nahen Osten kreuzen wollten. Eine Öffnung der Handelsroute ist damit vorerst unwahrscheinlich.

– Experten warnen vor niedrigen Ölbeständen
Einer Reihe Markt- und Versorgungsexperten zufolge nehmen die weltweiten Ölbestände drastisch ab, was in den nächsten Monaten erhebliche Auswirkungen auf die Versorgung einiger Länder haben kann.

– Raffinerieausfall in Libyen
Vergangene Woche kam es zu Eskalationen in Libyen zwischen Milizen und bewaffneten Gruppen, wobei auch eine mittelgroße Raffinerie leicht beschädigt und am Freitag abgeschaltet und evakuiert werden musste. Auch die Ölexporte des Landes sind dadurch vorübergehend eingeschränkt.

Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt. Außerdem fallen durch Transportkosten die Preise regional unterschiedlich aus. Stand der Preise 11.05.2026