Günstigere Preise: Saudis kämpfen um Marktanteile – Heizöl sinkt dritten Tag in Folge

November 3, 2023

Die Ölmärkte melden am Dienstagmorgen langsame Rückgänge bei den Ölpreisen, nachdem ebenjene vergangenen Abend moderat angestiegen sind. Grund sind unter anderem die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran. Auch wenn heute friedliche, bilaterale Gespräche zwischen beiden Parteien anstehen, zeigen die Länder trotzdem die Zähne und setzen sich damit gegenseitig, aber auch die internationalen Märkte, unter Druck und Spannungen.

USA setzt Irans Ölexporte unter Druck
Bei einem Treffen in Washington, D.C., sollen sich US-Präsident Donald Trump und Israels Premierminister Benjamin Netanjahu darauf geeinigt haben, für einen Rückgang der iranischen Ölexporte nach China zu sorgen. Dem Nachrichtenportal „Axios“ zufolge wollen die Parteien demnach „mit voller Kraft und maximalem Druck“ gegen das aktuelle, iranische Regime vorgehen.

Und auch Indien ist hier mit im Spiel. Diese bestätigten vor wenigen Tagen, dass sie im Februar drei iranische Schiffe beschlagnahmt haben, welche verdächtige Aktivitäten anzeigten. So sollen die Schiffe immer wieder ihre Landeszugehörigkeit geändert haben und sich auf den Transfer von sanktioniertem Öl unter falscher Fahne vorbereitet haben.

Iran und USA zeigen Zähne, wollen dennoch friedlich bleiben
Der Iran will sich dem Druck der USA nicht so einfach beugen. So startete die im Iran ansässige islamische Revolutionsgarde gestern Abend Militärübungen in der Straße von Hormus, die Meerenge, welche den Schiffsverkehr des Nahen Osten und allgemein den Iran mit dem arabischen Meer nahe dem indischen Ozean verbindet. Das sorgte bei den Ölhändlern sofort für steigende Preise, da Frachtschiffe potentiell in Gefahr geraten könnten.

Auch die USA kündigte in den letzten Tagen an, einen zweiten Flugzeugträger zur militärischen Unterstützung de bereits anwesenden US-Truppen in die Nähe des Irans vorzuschicken, um im Bedarfsfall „harte Strafen“ mit „katastrophalen Konsequenzen“ auszufahren. Dennoch melden beide Seiten, dass sie die Atomgespräche und Verhandlungen weiterhin friedlich lösen wollen und offen für Gespräche sind, jedoch auch bereit seien, im Ernstfall Waffengewalt zu nutzen.

Heizöl etwas teurer erwartet
Die Spannungen um den Nahen Osten lösten gestern Mittag erhebliche Preisanstiege am Ölmarkt aus. Auch wenn diese in Erwartung der Atomverhandlungen langsam wieder ausgeglichen werden, müssen Abnehmerinnen und Abnehmer von Heizöl heute mit leichten Preisaufschlägen rechnen. Diese werden für Dienstagvormittag in einer Höhe von durchschnittlich +0,50 bis +0,90 Euro pro 100 Liter erwartet.