EU-Gasspeicher zu 90 % gefüllt – Heizölpreise ziehen moderat an

November 3, 2023

Das Weltwirtschaftsforum in Davos geht in den letzten Tag über, und viele Infos rund um Öl und Wirtschaft wurden gemeldet, welche den Ölmarkt jedoch eher beruhigten als ihn weiter zu belasten. Damit konnten sich die Preise an den Börsen wieder etwas stabilisieren. Zudem wurden gestern Abend, mit einem Tag Verzögerung aufgrund eines amerikanischen Feiertags am Montag, die US-Rohölbestände gemeldet. Diese zeigen steigende Lagerbestände auf und deuten damit eine gute Versorgungslage hin.

US-Ölbestandsdaten zeigen Aufbau in fast allen Bereichen
Bereits Mittwochabend meldete das „American Petroleum Institute“ (kurz API) Vermutungen zu steigenden Öl- und Ölproduktbeständen in den USA. Die Vermutungen wurden gestern offiziell vom Energieministerium der vereinigten Staaten bestätigt. Deren Meldung zufolge stiegen die Rohölbestände der USA allgemein um etwa +3,6 Mio. Barrel an und umfassen damit mittlerweile insgesamt 426 Mio. Barrel. Auch im Zentrallager in Cushing wurden deutliche Aufbauten gemeldet, die hier gelagerten Ölmengen sind nach langer Flaute auf einem neuen 8-Monats-Hoch angekommen.

Auch wenn diese Daten auf den ersten Blick für Deutschland uninteressant klingen, sind sie wichtiger als man meinen würde. Gute Vorräte in den USA deuten auf eine gute allgemeine Versorgung am Weltmarkt hin, da die Vereinigten Staaten der größte Verbraucher von Rohöl sind. Das lässt die Preise an den Ölbörsen etwas sinken, da eine gute Versorgung grundsätzlich für ausreichendes Angebot spricht. Dennoch sind lokale Schwankungen oder kurzfristige Lieferengpässe jederzeit möglich.

Heizöl etwas günstiger
Die wachsenden US-Lagerbestände mit der allgemein etwas entspannteren Haltung aufgrund der Meldungen des Weltwirtschaftsforums sorgen auch in der Bundesrepublik für leichte Preissenkungen bei Öl und dessen Produkten. Davon profitieren eben auch die Abnehmerinnen und Abnehmer von Heizöl, weshalb diese aktuell mit leichten Abschlägen von -0,30 bis -0,70 Euro pro 100 Liter im Vergleich zu Donnerstagvormittag rechnen können.