EU-Automarkt verliert auch im September an Schwung – Heizölpreise legen weiter zu

November 3, 2023

An den Ölbörsen und am Heizölmarkt kommt es zum Start in die neue Woche direkt zu Preisanstiegen, da am Wochenende wiederholt Angriffe von vermutlich iranischer Seite gegen andere Länder im Nahen Osten gemeldet wurden. Das lässt die Sorge der Marktteilnehmer auf weitere Eskalationen in der Region steigen, sowie die Sorgen auf anhaltende Sperrungen der wichtigen Handelsroute der (See-)Straße von Hormus weiter bestehen.

Kurzfristige Heizölpreisentwicklung
Bei den kurzfristigen Preisentwicklungen zeichnet sich klar ab, dass die Spannungen der letzten Tage leichte Anstiege im deutschlandweiten Heizölpreis-Durchschnitt mit sich gebracht haben. So kostet Heizöl heute +2,02 Euro mehr als vergangenen Freitag und +1,80 Euro mehr als am Montag vergangene Woche. Mit Blick auf Mitte April, ebenfalls tief im noch immer anhaltenden Nahostkonflikt, zahlen Heizölkäufer aktuell durchschnittlich -0,98€ weniger als vor einem Monat.

 

Langfristige Preisentwicklung
In der langfristigen Heizölpreisentwicklung zeigen sich weiterhin klare Vergleiche zur Zeit vor dem Nahostkrieg. So zahlen Heizölkäufer aktuell +39,65 Euro mehr als kurz vor Beginn des Kriegs rund um den Iran und die Straße von Hormus. Blicken wir zurück zu den vergangenen Jahren kostet Heizöl in Deutschland aktuell +45,26€ mehr als Mitte Mai vergangenes Jahr, und +35,81 Euro mehr als vor zwei Jahren.

 

Was spricht aktuell für steigende Preise?

– Drohnenangriffe auf VAE und Saudi Arabien gemeldet
Die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi Arabien meldeten über das Wochenende hinweg mehrere Angriffe auf ihre Ländereien und Industrieanlagen, dabei wurde ein Kernkraftwerk in den VAE getroffen. Die daraus entstehenden Eskalations-Sorgen ließen die Preise an den Ölmärkten steigen.

– Experten warnen vor niedrigen Ölbeständen
Analysten und Marktbeobachter verschiedener Institute und Branchen häufen ihre Warnungen vor drastisch sinkenden Ölvorräten in sehr vielen Ländern weltweit. Sollte die Straße von Hormus nicht wirklich bald geöffnet werden, könnten sich daraus kurz- bis mittelfristig deutliche wirtschaftliche und versorgungstechnische Engpässe entwickeln.

– Ukrainische Angriffe auf russische Ölanlagen
Auch zwischen der Ukraine und Russland gibt es weiterhin scharfe Angriffe gegeneinander, bei denen regelmäßig Ölanlagen und Exportwege Russlands beschädigt werden. Auch wenn Deutschland selbst kein russisches Öl bezieht, ist besonders der asiatische Markt von dem sinkenden Angebot spürbar betroffen.

Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt. Außerdem fallen durch Transportkosten die Preise regional unterschiedlich aus. Stand der Preise 18.05.2026