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EU-Automarkt verliert auch im September an Schwung – Heizölpreise legen weiter zu

November 3, 2023

Während es von verschiedenen Seiten heißt, dass der Ölfluss im Nahen Osten und die dazugehörigen Exporte wieder größtenteils erholt sind, kommt es in den letzten Tagen deutlich verstärkt zu Angriffen auf Tanker in der Straße von Hormus, südlich des Iran. Entsprechend unsicher reagieren die Marktteilnehmer bei den Entwicklungen, was nach deutlichen Preisnachlässen am Dienstag am selben Abend wieder erhebliche Preisanstiege mit sich brachte.

Nahost-Exporte erholen sich 
Verschiedenen Branchenexperten und Analysten zufolge befinden sich die Ölexporte im Nahen Osten auf einer wirklich schnellen Erholung, nachdem sie in den letzten Monaten noch deutlich eingeschränkt waren. Großen Analysegruppen zufolge, darunter Vortexa und Kpler, liegen die aktuellen Öltransporte aus dem Nahen Osten in Richtung Weltmarkt bei rund 19,2 Mio. Barrel pro Tag, entsprechend 81% des Vorkriegs-Niveaus. Diese Mengen machen insgesamt rund 18% des weltweiten Rohölbedarfs aus.

Haupttreiber für die schnelle Erholung ist Saudi Arabien. Das Land nutzt, nach einigen Angriffsbedingten Ausfällen im September, seine Exportrouten im Persischen Golf und dem Roten Meer, um aktuell rund 6,6 Mio. Barrel Öl jeden Tag auf den Weltmarkt zu bringen. Aber auch andere Länder wie die Vereinigten Arabischen Emirate, Irak, Katar und Kuwait konnten ihre Exporte in den letzten Wochen deutlich ausbauen.

Angriffe auf Tanker in der Straße von Hormus nehmen wieder zu
So sehr die Exporte in den letzten Wochen wieder zugenommen haben, werden sie doch weiterhin von der Sorge vor Angriffen des Iran ausgebremst und in Gefahr gebracht. So gab es im bisherigen Oktoberverlauf schon neun Angriffe auf Schiffe in der Meerenge, die Hälfte der Gesamtzahl der Septemberangriffe die selbst ebenfalls ganz am Ende des Monats deutlich zugenommen haben.

„Teheran setzt offenbar auf eines seiner erprobtesten Instrumente: Die Erzeugung von Angst und Unsicherheit, um mehr Kontrolle über das Nadelöhr zu gewinnen“, erklärt Analyst Dimitris Maniatis der maritimen Sicherheitsberatung Marisks die Situation. In der Praxis sorgt die Unsicherheit dafür, dass wieder mehr Schiffe mit abgeschalteten Systemen die Meerenge durchqueren, alternative und vorsichtigere Routen wählen und auch die USA schon ankündigte, dass man die Sicherheit in der Meerenge durch Einsatz eines dritten Flugzeugträgers wieder verstärken will.

Sicherheitssorgen treiben Ölpreise nach oben
Mit den steigenden Sicherheitssorgen für Transporte aus dem Nahen Osten, erlebten auch die Preise an den Börsen und am Markt am Dienstagabend deutliche Anstiege. Das sorgt auch bei den Heizölpreisen in der Bundesrepublik für leichte Anstiege, weshalb Abnehmerinnen und Abnehmer am Mittwochvormittag mit durchschnittlichen Aufschlägen von rund +1,10 bis +2,10 Euro pro 100 Liter gegenüber Dienstagvormittag rechnen müssen. Aufgrund der teils empfindlichen und starken internationalen Entwicklungen sind diese Zahlen jedoch nur Momentaufnahmen und können sich jederzeit und je nach Ort deutlich ändern.