en2x ruft Bundesländer zur zügigen Freigabe alternativer Kraftstoffsorten auf – Kein Aufschub für Klimaschutz

November 3, 2023

Der Freitagvormittag begann bei den Ölbörsen mit erheblichen Preisrückgängen, nachdem ebendiese gestern Abend nochmal erheblich in die Höhe geschossen sind. Eine allgemeine Unsicherheit bei den Märkten und Händlern lässt sich aktuell weiterhin beobachten, denn sowohl der starke Wintereinbruch, als auch die Spannungen zwischen den USA und dem Iran halten die Ölmärkte im Griff und sorgen für massive Unruhen.

Iran und USA verschärfen gegenseitige Drohungen
Bereits seit den 50er Jahren kommt es immer wieder zu Konflikten und Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Iran und den USA. Zuletzt flammte diese Anspannung mit der gewaltsamen Unterdrückung von Protestierenden im Iran Ende Dezember wieder auf. Seitdem meldete Trump mehrmals, er werde die unterdrückte Bevölkerung unterstützen.

Öffentlichen Meldungen zufolge soll die gewaltsame Verdrängung der Proteste mittlerweile nachgelassen haben, dennoch drohte der US-Präsident in den vergangenen Tagen wieder damit, dass eine „massive Armada“ amerikanischer Streitkräfte auf dem Seeweg in Richtung Iran ist. Während Trump weiter gegen das iranische Atomprogramm wettert, kommen aus Insiderkreisen zudem Infos, dass auch gezielte, militärische Angriffe gegen das Regime im Iran in Erwägung gezogen werden. Und auch der Iran droht bei steigenden Aggressionen mit Vergeltung gegen die USA.

Straße von Hormus im Fokus
Angriffe auf den Iran und die umliegenden Länder könnten ohne Frage direkten Einfluss auf die Ölproduktion in der Region haben, sehr viel gefürchteter ist jedoch eine Sperre der Straße von Hormus. Das ist eine Meerenge zwischen dem Iran, den vereinigten Arabischen Emiraten und Oman, welche an den schmalsten Stellen nur wenige Kilometer breit ist. Sie ist eine der wichtigsten Durchgangsrouten für Waren aus dem nahen Osten.

Da knapp 20 Prozent der weltweiten Öltransporte durch die Straße von Hormus laufen, wäre eine Sperre des Durchgangs durch den Iran fatal für die weltweite Ölversorgung. Und damit droht der Iran gerne, so auch aktuell, falls die USA militärische Übungen oder Drohungen gegen das Land ausführen sollte. Zwar kam es bisher noch nie zu einer umfassenden Sperre der Handelsroute, doch alleine die Angst davor lässt die Preise an den Ölbörsen bei Unruhen nach oben schießen, so auch aktuell.

Inlandspreise etwas teurer
Die Sorgen und Unruhen an den Ölbörsen wirken sich weiterhin auch auf die regionalen Heizölpreise aus, wenn auch nicht so deutlich heute. So zahlen Abnehmerinnen und Abnehmer von Heizöl in der Bundesrepublik aktuell durchschnittlich rund +0,15 bis +0,55 Euro pro 100 Liter mehr als noch am Donnerstagvormittag.