Chinas Wirtschaft kommt nicht in Schwung – Heizölpreise kaum verändert

November 3, 2023

Die anhaltenden geopolitischen Auseinandersetzungen und Spannungen, sowie die Exportausfälle Saudi Arabiens nach schweren Angriffen der jemenitischen Huthi-Miliz, sorgten in den letzten Tagen für weitere Preisanstiege.  Heute gab es ein wenig Entspannung bei den Börsen, nachdem es am Wochenende zu Infos kam, dass US-Präsident Trump Gespräche mit dem iranischen Präsidenten in Betracht ziehen würde, diese Aussagen jedoch direkt mit Drohungen gegen das Land wieder etwas abschwächte.

Kurzfristige Heizölpreisentwicklung
Mit der Aussage des US-Präsidenten, dass er sich zu Gesprächen mit dem iranischen Präsidenten bereiterklären würde, gab es leichte Preisrückgänge bei den Ölbörsen und kurz darauf auch bei den Produkten. Die Heizölpreise in der Bundesrepublik sind damit aktuell durchschnittlich -2,56 Euro pro 100 Liter günstiger als am Freitag, und inmitten der Unsicherheiten und Preisanstiege der letzten Woche +0,56 Euro teurer als am Montag vor einer Woche. Verglichen mit vor einem Monat, zahlen Heizölkäufer aktuell durchschnittlich +28,52 Euro mehr.

Langfristige Preisentwicklung
Im langfristigen Preisvergleich bleiben die deutlichen Anstiege der Heizölpreise aufgrund des US-Israel-Iran-Konflikts im Fokus. Nach einer kurzen Beruhigungsphase im Frühsommer stiegen die Heizölpreise in den letzten Monaten erheblich an, Kunden müssen deshalb aktuell mit Preisaufschlägen über durchschnittlich +57,71 Euro gegenüber Ende Juni rechnen. Im Jahresvergleich zahlen Abnehmer aktuell +77,70 Euro mehr als vor einem Jahr, und +80,23 Euro mehr als im September 2024.

 

Was spricht aktuell für steigende Preise?
-Huthi-Bedrohung gegen Saudi Arabien nimmt zu
In den letzten Wochen nahmen die Angriffe der Huthi-Miliz gegen Saudi Arabien deutlich zu, wobei die zentrale Ost-West-Pipeline beschädigt und damit die Exporte Saudi Arabiens erheblich eingeschränkt wurden. Auch saudische Häfen und Raffinerien wurden in den letzten Wochen häufiger zum Angriffsziel der Miliz.

– Saudi Aramco streicht Öllieferungen nach Europa
Infolge der Angriffe und scharfen Exporteinschränkungen meldete die saudisch-staatliche Ölgesellschaft Saudi Aramco, dass ihre Rohölexporte nach Europa für September und eventuell auch Oktober abgestoppt werden.

– Ukraine fährt weiter Angriffe auf russische Ölanlagen
Trotz einem angesprochenen Angriffsstopp auf Energieanlagen zwischen der Ukraine und Russland, hält sich keine der beiden Seiten offiziell an das Vorhaben, angeblich da es noch keine klaren Abkommen dazu gibt. Dabei kam es vergangene Woche zu umfassenden ukrainischen Angriffen auf russische Ölanlagen.

Was spricht aktuell für sinkende Preise?
– Trump erwägt Treffen mit iranischem Präsidenten
In einem Telefonat mit Journalisten erwähnte der US-Präsident, er könnte „möglicherweise“ am Rande der UN-Generalversammlung diese Woche ein Treffen mit dem iranischen Präsidenten Massoud Peseschkian halten. Dennoch drohte er dem Land direkt mit weiteren Auseinandersetzungen, sollten sie ihre Aggressionen beibehalten.


Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt. Außerdem fallen durch Transportkosten die Preise regional unterschiedlich aus. Stand der Preise 21.09.2026