Chinas Konjunkturdaten enttäuschen – Heizölpreise geben nach

November 3, 2023

Die Lage an den internationalen Ölmärkten bleibt angespannt. Geopolitische Krisen belasten, vor allem am Persischen Golf, aber auch in Russland. Aufgrund der angespannte Versorgungslage – vor allem am Produktmarkt – klettern die Ölpreise auf neue Hochstände.

 

Marktfaktoren bleiben unverändert preisstützend
In der Gesamtbetrachtung hat sich in den vergangenen Wochen nicht viel verändert: Die Ukraine nimmt bei ihren Drohnenangriffen weiterhin fast täglich Anlagen der russischen Energieinfrastruktur ins Visier; die Marktteilnehmer rechnen wieder verstärkt mit Leitzinserhöhungen im September und außerdem mit einem langwierigen Konflikt zwischen den USA und dem Iran.

 

„Wir haben seit Ende Februar so viele Wendungen erlebt, und jedes Mal, wenn wir dachten, wir kämen voran, wurde alles wieder zunichtegemacht“, beschreibt Ölmarktanalyst Chris Weston, Forschungsleiter bei der Pepperstone Group, die Entwicklung des anhaltenden Konfliktes, der wie eine Dauerschleife wirkt. Aus seiner Sicht sei man inzwischen wieder auf dem gleichen Stand wie zu Anfang des Jahres, als der Krieg Ende Februar begann.

 

Blockade in Hormus und russische Raffinerieausfälle lasten auf Produktvorräten
Dabei belastet vor allem die Blockade der Straße von Hormus den Ölmarkt. Insbesondere bei den Produkten macht sich die Exportunterbrechung inzwischen stark bemerkbar, zumal hier auch die geringen Raffineriekapazitäten in Russland das Problem verstärken. Dadurch ist der Gasölpreis, der für die  inländischen Heizölpreise maßgeblich ist, gestern bis knapp an seinen bisherigen Jahreshöchststand aus dem April gestiegen.

 

Inlandspreise
Mit all diesen Voraussetzungen kennen die Heizölpreise im Bundesgebiet aktuell vor allem eine Richtung: nach oben. Im Vergleich zu gestern müssen sich Verbraucherinnen und Verbraucher heute auf Aufschläge in Höhe von ca. +3,25 bis +3,85 Euro pro 100 Liter einstellen.