ADAC: Steigender Ölpreis lässt Spritpreise klettern – Rohölpreis nimmt wieder Fahrt auf – ADAC sieht weiterhin Potenzial für Preisnachlässe an den Tankstellen

November 3, 2023

Nachdem die Rohölpreise an den Ölbörsen dies- und jenseits des Atlantiks am Montagvormittag noch gestiegen waren, kam es am Nachmittag zu einem Preisrutsch. Dieser wurde ausgelöst durch die Mitteilung des Zentralkommandos des iranischen Militärs, dass die Islamische Republik ihre Vergeltungsschläge gegen Israel für dessen Angriffe vom Wochenende beendet habe. Israels Premierminister Benjamin Netanjahu gab nach einem Telefonat mit US-Präsident Trump bekannt, Israel werde seine Angriffe auf Ziele im Iran vorerst auch einstellen. Für Posten der Hisbollah-Miliz im Libanon galt dies jedoch nicht.

 

Lage bleibt angespannt
Wenngleich die Vergeltungsmaßnahmen Irans abgeschlossen sind, warnte das Zentralkommando des Militärs gestern, dass „viel härtere und zerstörerischere Maßnahmen“ folgen würden, sollte Israel weiterhin Angriffe auf Ziele in der Islamischen Republik oder auch im Libanon durchführen. Israels Premierminister teilte allerdings wenig später mit, man werde auch weiterhin Ziele im Libanon ins Visier nehmen, sollte die Hisbollah israelische Siedlungen angreifen.

 

Trump rechnet mit zügigem Abschluss der Verhandlungen mit Iran
US-Präsident Trump schrieb in einem Post auf seiner Kommunikationsplattform am Montagnachmittag, Israel und Iran würden einen „sofortigen“ Waffenstillstand anstreben und teilte darüber hinaus mit, dass es „abschließende Verhandlungen“ zwischen Washington und Teheran gebe, die zügig abgeschlossen werden dürften. Bis es eine „endgültige Einigung“ gebe, werden die USA die Blockade der Straße von Hormus laut Trump jedoch aufrechterhalten.

 

Inlandspreise nach gestrigem Preisrückgang an den Ölbörsen günstiger erwartet
Heute Morgen setzten die Kontrakte an den Ölbörsen die Abwärtskorrektur von gestern Nachmittag fort. Bei den Inlandspreisen macht sich dies heute ebenso bemerkbar, wie der Euro, der nach seinem Rutsch auf 1,15 Dollar gestern Nachmittag wieder Boden gutmachen konnte und sich im bisherigen Handel heute Vormittag als stabil erweist. Die Verbraucherinnen und Verbraucher können im Vergleich zu Montagvormittag daher mit weiteren Abschlägen von ca. -4,20 bis -5,20 Euro pro 100 Liter Heizöl rechnen.