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ADAC: Beide Kraftstoffsorten teurer als vor einer Woche – Anstieg um jeweils 1,3 Cent je Liter

November 3, 2023

Während die geopolitischen Spannungen rund um den Russland-Ukraine-Krieg, den Angriffen der jemenitischen Huthi-Miliz gegen Saudi Arabien und der Konflikt zwischen den USA und dem Iran den Ölmarkt weiter eng im Griff hat, scheint es bei letzterem Fortschritte zu Friedensvereinbarungen zu geben. Im Rahmen der UN-Generalversammlung hieß es, man prüfe derzeit eine schrittweise Entschärfung und würde sich dabei ein wenig entgegenkommen. Bei den Ölmärkten löste dies am späten Donnerstagshandel bis in den heutigen Freitag moderate Preisrückgänge bei Ölprodukten aus.

USA und Iran prüfen Friedensvereinbarungen
Scheinbar zeigen die aktuellen Verhandlungen am Rand der UN-Generalversammlung Erfolge. Aus Insiderkreisen hieß es gestern, dass Unterhändler und Vertreter der Kriegsparteien derzeit schrittweise Vereinbarungen zur Entschärfung des Hormus-Konflikts und damit auch der Blockade der zentralen Nahost-Meerenge und Handelsroute prüfen würden. Demnach plane der Iran, die Blockade internationaler Schiffe und entsprechende Angriffe aufzuheben, wenn die USA die Seeblockade iranischer Schiffe beenden würden.

Auch zum Thema Atomanlagen und angereichertem Uran würde es demnach Fortschritte geben. So erklärte der iranische Präsident Massud Peseschkian selbst, dass man zur Herausgabe von hochangereichertem Uran bereit sei. Gegenüber Fox News habe er erklärt, dass man sich „im Rahmen des Völkerrechts, auf der Grundlage des Atomwaffensperrvertrags“ an alles halten werde, wozu man verpflichtet sei, darunter auch die Vermeidung der Weiterverbreitung von Nuklearwaffen. Auch eine gezielte Verdünnung des bereits angereicherten Urans, um es Waffenunfähig zu machen, und Kontrollen der Atomprogramme des Landes seien möglich.

An den Finanz- und Rohstoffmärkten sorgten diese Infos für vorsichtigen Optimismus, wenn auch noch kein volles Durchatmen. Schon mehrfach gab es Annäherungen zwischen den Konfliktparteien, die innerhalb weniger Tage bis Wochen nichtig waren. Entsprechend warten die Märkte auf klarere Signale und Entwicklungen, um wirkliche Preisentlastungen in Betracht zu ziehen, auch wenn zumindest ein wenig positive Stimmung zu erkennen ist.

Heizölpreise geben zum Wochenende nach
Nachdem es in den letzten Tagen zu deutlichen Preisanstiegen am Heizölmarkt kam, sorgen die aktuellen Meldungen für ein wenig Entspannung in der Preisentwicklung. Für Abnehmer in der Bundesrepublik bedeutet dies leichte Abschläge vor dem Start ins Wochenende. Diese werden aktuell bei durchschnittlich -2,70 bis -3,70 Euro pro 100 Liter gegenüber Donnerstagvormittag erwartet. Diese Preise sind jedoch nur eine Momentaufnahme und können sich je nach geopolitischen und wirtschaftlichen Veränderungen nahezu jederzeit wieder ändern.