
Vergangene Woche gab es immer wieder leichte bis moderate Spannungen über den gesamten Globus hinweg, welche die Unsicherheiten der Märkte stützten. Dadurch stiegen die Ölpreise zuerst etwas an, konnten sich am Ende jedoch wieder beruhigen und sorgten heute für deutlich niedrigere Preise, auch bei den Ölprodukten, als noch bis einschließlich vergangenen Freitag.
Kurzfristige Heizölpreisentwicklung
Auf kurzfristige Sicht kam es heute Vormittag, im Vergleich zu Freitagabend, zu moderaten Preissenkungen. Dadurch können Abnehmerinnen und Abnehmer aktuell mit Preisnachlässen von durchschnittlich -1,17 Euro pro 100 Liter rechnen. Damit bestätigt sich aber auch die aktuelle Volatilität am Markt, denn verglichen mit dem Montag von vor einer Woche ist Heizöl gerade nur knapp -0,38 Euro günstiger, also in viel engerer Spanne. Vor einem Monat war Heizöl jedoch noch wesentlich günstiger, damit verglichen zahlen Abnehmer aktuell etwa +4,47 Euro mehr als Anfang Januar.
Langfristige Preisentwicklung
Während die kurzfristige Preisentwicklung die allgemeine Unsicherheit am Markt sowie die allgemein teurere Wintersaison gut widerspiegelt, zeigt sich auch, dass die Heizölpreise ihren langfristigen Abwärtskurs weiter fortsetzen. So zahlt man heute, verglichen mit der Vorsaison vor 3 Monaten, immerhin -2,30 Euro weniger. Und blicken wir auf die vorherigen Jahre, kostet Heizöl aktuell im Durchschnitt -4,30 Euro weniger als im Februar 2025, und ganze -13,60 Euro bzw. -12,6 Prozent weniger als im Februar 2024.

Was spricht aktuell für steigende Preise?
– Handelsdeal zwischen USA und Indien
In einem neuen Handelsabkommen zwischen den USA und Indien sollen letztere wohlmöglich komplett auf russisches Öl verzichten und dabei die Wirtschaft erheblich ankurbeln. Damit braucht Indien auch mehr nicht-sanktioniertes Öl.
Was spricht aktuell für sinkende Preise?
– Näherungsversuche zwischen USA und Iran
Vergangenen Freitag fanden Gespräche zwischen Vertretern der USA und dem Iran statt. Und auch wenn die allgemeine Spannung weiter bestehen bleibt, so näherten sich die Parteien aneinander an. Das gibt Hoffnung auf ruhigere Entwicklungen in naher Zukunft.
– Anstieg von Venezuelas Rohölexporten
Seit die USA weitgehend die volle Kontrolle über die Ölproduktion und Ölexporte Venezuelas übernommen hat, sind ebenjene Verkäufe und Exporte massiv angestiegen, was das freie Angebot für Rohöl, dem Grundstoff hinter Heizöl, erheblich erhöht.
– Deutliche Überversorgung am Ölmarkt
Wie schon seit mehreren Monaten bleibt die Öl-Überversorgung zentraler Punkt am Markt. Je mehr Öl weltweit angeboten wird, desto mehr steigen Preisdruck und Konkurrenzkampf, was die Preise tendenziell niedrig hält.
Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt. Außerdem fallen durch Transportkosten die Preise regional unterschiedlich aus. Stand der Preise 09.02.2026
